Werringser Kühe: Auf der Suche nach den Ausreißern

Drei ausgebüxte Kühe von Bauer Heinrich Goeke sind wieder eingefangen. Foto: Martina Dinslage
Drei ausgebüxte Kühe von Bauer Heinrich Goeke sind wieder eingefangen. Foto: Martina Dinslage
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Menden.. Ein erstes Aufatmen bei Landwirt Heinrich Goeke: Dienstagabend konnte er gemeinsam mit Helfern drei seiner ausgerissenen Kühe einfangen. Doch vier Rinder des landwirtschaftlichen Betriebs aus Werringsen sind weiter allein im Wald unterwegs. Wo genau, das ist weiter unklar. „Irgendwo im Stadtwald, vielleicht am Kapellenberg“, sagt Goeke. Mittwochabend wollte er sich noch einmal gemeinsam mit Bekannten und Freunden auf die Suche begeben. Denn die vier Ausreißer haben bereits zwei Nächte außerhalb des heimischen Stalls in freier Wildbahn verbracht.

27 Kühe waren am Montagnachmittag von einer Weide ausgebüxt. Sie hatten sich wohl erschreckt und zwei Zäune durchbrochen. Für den Werringser Bauern bedeutete das viel Arbeit. Einen Großteil der Rinder konnte er zurück in den Stall transportieren. Doch acht Kühe blieben auch über Nacht verschwunden. Ein Tier entdeckte der Landwirt am nächsten Morgen in der Nachbarschaft. Drei spürte der Suchtrupp am Dienstagabend gegen 20 Uhr im Lahr-Wald auf und trieb sie in einen Hänger.

WP-Fotografin Martina Dinslage war bei der tierischen Aktion im Wald mit dabei.

Verhält man sich als Spaziergänger im Wald sehr leise, kann man Glück haben und vielleicht ein Reh oder einen Fuchs entdecken. Dass man aber plötzlich vor drei schwarz-weißen Rindern steht, ist doch eher ungewöhnlich.

Doch die waren zusammen mit 24 weiteren Kühen des Landwirts Heinrich Goeke bereits am Montagnachmittag von der Weide in Werringsen ausgebüxt.

Gegen 19.30 Uhr entdeckte ich drei der Ausreißer direkt neben der Stiftstraße, nahe Kempers Hof, seelenruhig auf einer Wiese am Waldrand grasen.

Die per Handy informierte Polizei tauchte auf, doch etliche Landwirte und Freunde aus der Umgebung hatten die Spuren der Schwarz-Bunten bereits von Waldesseite her aufgenommen und hatten sie eingekreist. Jetzt musste das nervöse Trio nur noch in Richtung des bereitgestellten Traktor nebst Viehanhänger getrieben werden, was sich leichter anhört, als getan. Denn die Flüchtlinge hatten anderes vor, sie wollten ihre Freiheit weiterhin genießen.

Nach einem kurzen Machtgeplänkel, das Bauer Heinrich Goeke und seine Helfer souverän gewannen, ließen sich die drei Ausreißer auf den Hänger treiben und wieder zurück in ihren Stall nach Werringsen bringen.

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