Werkschau würdigt Mile Prerad

Mile Prerad und Andreas Wallentin: Werkschau würdigt Prerads Wirken als Künstler.
Mile Prerad und Andreas Wallentin: Werkschau würdigt Prerads Wirken als Künstler.
Foto: WP

Menden.. Der bedeutendste Mendener Künstler der Gegenwart wird mit einer Werkschau gewürdigt. Ab sofort ist das Buch „Mile Prerad“ (Verlag Nestmann-Foto) im Buchhandel erhältlich.

Wie kein anderer hat Mile Prerad in den vergangenen drei Jahrzehnten den Ruf Mendens hinausgetragen in die Welt. Ausstellungen in vielen Metropolen Europas zeugten und zeugen davon. Viele Prerad-Skulpturen sind zum Anziehungspunkt für Millionen Kunstfreunde geworden.

Der im Jahr 1946 geborene Bosnier hat auch seiner Wahlheimat Menden u. a. zwei herausragende Skulpturen gewidmet. Nicht jedem ist auf Anhieb bewusst, dass der „Lebensbaum“ im Freizeitzentrum Lendringsen (1982) aus Prerads Händen entstanden ist. Ähnliches gilt für den Hexenteich. Der gelernte Dachdecker war Initiator des Skulpturenparks „Integration“ und sorgte auch für das Auftaktwerk. „Leider haben andere Mitstreiter nicht Wort gehalten und ihre Arbeiten ebenfalls abgeliefert.“

Größtenteils zurückgezogen von beruflichen Verpflichtungen hat sich Mile Prerad bereits vor einigen Jahren und die Verantwortung für den Dachdeckerbetrieb an seinen Sohn übergeben. „Manchmal helfe ich aber noch aus.“ Nach und nach hat Prerad jedoch die Ostsee-Insel Rügen zum Lebensmittelpunkt gemacht. So hat Rügen ebenso profitiert wie Menden. Es sind beispielsweise tonnenschwere Robben- und Adlerskulpturen mit Rügen-Findlingen entstanden.

Vom Holz zu Stein: Das gilt für das derzeit von ihm bevorzugte Material. Geblieben ist die künstlerische Gesamtaussage. Immer wieder sind es Themen wie Völkerverständigung, Integration, Glaube und Frieden, die seine vielfach preisgekrönten Werke prägen.

Nicht zwangsläufig entstehen bei Prerad meterhohe Skulpturen. Zum 60. Geburtstag des Stralsunder Meermuseums Ozeanum – im Jahr 2010 Europa Museum des Jahres – schnitzte Prerad erst vor wenigen Monaten 1000 Herzen, die an Museumsbesucher und Gäste der Hansestadt verteilt wurden.

Das Werkschau-Buch enthält zahlreiche Fotos aus verschiedenen Phasen seines Schaffens. Nicht von ungefähr waren es mit Rico Nestmann (Rügen) und dem mittlerweile verstorbenen Fotojournalisten Ulli Brockfeld (Menden) gute Freunde, die für das Ablichten verantwortlich waren.

„Mile Prerad“ enthält zusätzlich zu den Kunstwerken auch einen ausführlichen biografischen Teil. Das Buch kostet 19.90 Euro.

 
 

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