Waldkita soll an Arche Noah wachsen

Thomas Hagemann

Menden.  Am Naturschutzzentrum Arche Noah soll Mendens erster Waldkindergarten für 15 bis 20 Kinder entstehen. Das bestätigte gestern Cornelia Schröer aus der Rathaus-Abteilung Jugend und Familie auf Anfrage der WP. Das Thema wird am kommenden Dienstag in einer Sitzung des Betriebsausschusses für den Immobilienservice Menden debattiert – mitten in der Sommerpause des Stadtrates. Doch die Zeit drängt, denn laut Schröer müssen die Zuschussanträge für die Waldkita ans Land NRW bis Ende August herausgehen – und die Stadt will sich die geschätzten Kosten in Höhe von etwa 70 000 Euro zu 90 Prozent fördern lassen.

70 000 Euro Gesamtkosten

Bei diesem Zuschusstopf handelt es sich um das Investitionsförderungsprogramm des Landes „zur Schaffung neuer Kita-Plätze für Kinder über drei Jahren“. Für die 70 000 Euro soll am Flachdach-Bereich der Arche Noah unmittelbar zum Wald hin ein Raum entstehen, wo heute noch eine Plane ein Stahlgerüst provisorisch umspannt. Mit festen, gedämmten Wänden in Holzbauweise soll hier ein attraktiver Gruppenraum entstehen, in dem Küchenzeile und Garderobe ebenso vorhanden sind wie ein WC und eine kleine Terrasse. Alle Leitungen in dem stadteigenen Gebäude seien vorhanden, die Brandschutzfrage werde gerade untersucht.

Mit dem Naturschutzzentrum habe die Stadt in Abstimmung mit dem Förderverein der Arche laut Schröer „einen sehr kooperativen Partner und tollen Standort ganz nah am Wald“ gefunden, sagte Conny Schröer. Das gelte nicht nur für die Lage des Raumes selbst, sondern auch für die verkehrliche Erreichbarkeit der künftigen Kita, die im Sommer 2017 an den Start gehen soll.

In einer groß angelegten Internet Umfrage (die WP berichtete) hatte die Verwaltung bei Eltern zuletzt das grundsätzliche Interesse an einem Waldkindergarten abgefragt. Das Resultat: Etwa 50 potenzielle Kita-Eltern bekundeten, dass sie sich zumindest überlegen würden, ihr Kind in eine Einrichtung zu schicken, in der fast alles und ganzjährig draußen stattfindet.

Die Trägerschaft ist noch nicht gänzlich geklärt. Denkbar ist laut Schröer aber, den Waldkindergarten zunächst als städtische Einrichtung zu betreiben, die als Zusatzgruppe an eine Regel-Kita angebunden ist.

Über die Umnutzung zur Waldkita berät der ISM-Ausschuss öffentlich ab 17 Uhr im Ratssaal.