Viele Frauen werden erst mit über 30 Mutter

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Menden..  Erst die berufliche Karriere und dann ein Kind? Aber nicht zu lange mit dem Nachwuchs zögern? Diese Entscheidungen scheinen viele Mendener Mütter zu treffen. Denn 119 Kinder, die im Jahr 2013 das Licht der Welt erblickten, hatten eine Mendener Mutter, die bei der Geburt zwischen 30 und 35 Jahren alt war. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Statistischen Landesamts.

Der Trend, dass Frauen immer später Mütter werden, zeigt sich in Menden allerdings noch nicht so stark wie in anderen deutschen Städten und Gemeinden, das zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Denn schon im Jahr 1999 war der Großteil der Mendener Mütter im Alter zwischen 30 und 35 Jahren (198 Geburten in dieser Altersspanne). Und die Zahl der Mütter aus der Hönnestadt, die mit über 40 Jahren ein Kind zur Welt bringen, ist im Zeitraum von 14 Jahren ebenfalls nicht erheblich gewachsen: 2013 waren es elf Frauen in diesem Alter, 1999 waren es neun Frauen.

Bund: Erstes Kind mit 29 Jahren

Der Trend zur späteren Mutterschaft hält bundesweit schon länger an: Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts (Geburtentrends und Familiensituation 2012) werden Frauen in Deutschland im Schnitt mit 29 Jahren das erste Mal Mutter – 1970 waren sie noch fünf Jahre jünger. 4,1 Prozent der Frauen, die 2013 in Deutschland ein Kind bekamen, waren älter als 40 Jahre.

Noch deutlicher zeigt sich der Trend zur späten Mutterschaft, wenn die Zahl der über-35-jährigen Mütter der Maßstab ist. Denn diese stellten 2013 rund 18,1 Prozent der Mütter: 1995 waren es erst 10,6 Prozent. Das Geburtenniveau in Deutschland gehört seit Jahrzehnten zu den niedrigsten der Welt.

Zurück zur Mendener Situation: Die Zahl der jungen Mendener Mütter unter 20 Jahren ist in 14 Jahren gesunken: 2013 bekamen acht Mendenerinnen unter 20 Jahren ein Kind, drei von ihnen waren bei der Geburt ihres Kindes unter 18 Jahre alt. 1999 waren noch 19 junge Mütter unter 20 Jahren.

Ein bundesweiter Trend ist auch in Menden deutlich spürbar und ein wichtiger Faktor im demografischen Wandel: Die Zahl der Geburten hat sich im Zeitraum 1999 bis 2013 in der Stadt fast halbiert: 1999 bekamen Mendenerinnen noch 601 Kinder, 2013 waren es nur noch 367.

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