Unsterbliche Rocklegenden

Volles Haus beim Konzert zum 50-jährigen Bandjubiläum der Hurricanes. Foto: Tobias Schad
Volles Haus beim Konzert zum 50-jährigen Bandjubiläum der Hurricanes. Foto: Tobias Schad
Foto: Tobias Schad

Menden.. Die Gruppe genießt in Menden und Umgebung Legendenstatus im Bereich der Rock-Pop-Musik. Am Samstagabend feierten die Hurricanes ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum mit einer Termin-Punktlandung. Und zwar an jenem Ort, an dem sie einst erste zaghafte Versuche wagten: im Haus Oberkampf.

Für viele ältere Mendener war es vor fünf Jahrzehnten einfach nur ein Ärgernis. Die zuvor vielfach so heile Schlagerwelt wurde regelrecht zertrümmert. Und nicht nur die. Rock und Beat hielten zunehmend Einzug. Junge Leute – mit zunehmend längeren Haaren – verfolgten fasziniert die neuen Klänge. Vor allem im Rundfunk, wenn sie den Armeesender BFBS einschalteten. Die Hurricanes spielten eben jene Songs live nach. Ihre Konzerte vermittelten einer Generation ein völlig neues Lebensgefühl.

So ganz vielen Rock- und Pop-Heroen ist es nicht beschieden, einen Großteil der Fans mit ins Rentenalter zu nehmen. Bei den Hurricanes ist jedoch genau das der Fall gewesen. Das Stammpublikum blieb treu. Stets kamen aber auch junge Leute hinzu, die sich gern von der besonderen Konzertatmosphäre der Gitarren-orientierten Band einfangen und infizieren ließen.

So wurde der Jubiläumsabend auch zu einer musikalischen und optischen Zeitreise. Viele alte Fotos aus der Geschichte der Gruppe wurden projiziert und ließen so manchen Fan dann doch inne halten. „Wir sind ja doch ganz schön alt geworden.“ Doch was soll’s? Wenn die Hurricanes Stones-Klassiker wie Satisfaction anstimmen, sind alle gleichermaßen begeistert, jung wie alt, und rocken ab.

Es hat im Laufe der Jahrzehnte so manche Umbesetzung gegeben. Geblieben ist jedoch die große Liebe zur Musik und die schier unbändige Spielfreude.

Seit der ersten Stunde sind einzig noch Bassist Bernd Pfitzner und Rhythmus-Gitarrist Gerd Schmetz an Bord. Die letzte Umbesetzung fand vor sieben Jahren statt, als mit Schlagzeuger Franz Josef Zimmermann ein ehemaliger Profimusiker zur Band stieß.

Wie schafft man es, eine Musikgruppe so lange am Leben zu halten? So ganz genau wissen die Hurricanes es eigentlich auch nicht. „Wir proben noch immer jede Woche mit Begeisterung“, hieß es gegenüber der WP.

Dabei sind es keinesfalls nur die Gassenhauer der Pop-Geschichte, die ihnen am Herze liegen. „Auch schwieriger zu spielende Songs der Eagles faszinieren uns“, so Franz Josef Zimmermann.

Über Jahrzehnte hinweg machten die Hurricanes immer wieder nachhaltig auf sich aufmerksam. Einer der Meilensteine war der von Veranstalter Wilfried Kickermann ins Leben gerufene Beat-Club Wilhelmshöhe. Da waren die Mendener Musiker plötzlich Teil des Programms, bei dem auch Herman’s Hermits (No Milk Today) oder die Rattles mit Achim Reichel (The Witch) auf der Bühne standen.

Der Jubiläumsabend war von vornherein nicht als Alt-Herren-Spektakel konzipiert. Auch Söhne der Hurricanes griffen zur Klampfe und räumten ab. Entsprechend war die Stimmung bei diesem besonderen Großfamilienfest mit dem so weit gesteckten Rahmen. Franz Josef Zimmermann: von den Stones bis Udo Lindenberg.

Gedanken ans Aufhören gibt es nicht im Ansatz. So werden nicht nur die November-Konzerte bei Hünnies in Lendringsen weitergeführt.

„Wir haben noch Luft“, sagen die Musiker. Dann bis zum nächsten Mal.

 
 

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