Üppige Werbung für Neu-Mieter tabu

Marcus und Beita Hasecker vor dem neuen Imbiss Hasecker Currywurst & Co. WP-Foto: Corinna Schutzeichel
Marcus und Beita Hasecker vor dem neuen Imbiss Hasecker Currywurst & Co. WP-Foto: Corinna Schutzeichel
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Menden.. Wann ist Werbung zu viel? Und wie viel Werbung ist sinnvoll? Geschäftsleute, die in der Mendener Innenstadt einen neuen Laden eröffnen, müssen sich an die Gestaltungssatzung der Stadt Menden halten. Die wird zwar derzeit überarbeitet, doch in Sachen Werbung keinesfalls gelockert.

Marcus und Beita Hasecker vom gleichnamigen Imbissbetrieb, der heute an der Hauptstraße eröffnet, haben mit einer besonderen Herausforderung zu kämpfen. Der Bereich über ihrem Geschäft, auf dem der Firmennamen angebracht werden könnte, läuft spitz nach vorne zu. Theoretisch könnte also auf beiden Seiten Werbung mit dem Firmenschild angebracht werden – so hatte es auch der vorherige Mieter, die Bäckerei Tillmann, getan. Doch nach einem Wechsel gilt für den neuen Mieter, dass er sich an die Gestaltungssatzung halten muss. Und die schreibt für den Innenstadtbereich vor, dass ein Werbeschild maximal 30 Prozent des Fassadenbereichs einnehmen darf.

Konsequenz für Hasecker: Es kann nur eine Seite genutzt werden. Passanten, die Richtung Oberstadt gehen, können schon von Weitem lesen, welcher Betrieb sich hier befindet. Passanten allerdings, die Richtung Unterstadt gehen, schauen auf ein schlichtes weißes Schild. „Damit müssen wir wohl leben“, können Marcus und Beita Hasecker die Gestaltungssatzung nachvollziehen.

Derzeit wird die Gestaltungssatzung, mit der Werbeanlagen und Gebäudegestaltung gesteuert werden sollen, überarbeitet. An einem Runden Tisch sitzen unter anderem Vertreter der Werbegemeinschaft, Geschäftstreibende und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zusammen. In Sachen Werbung sind aber keine gravierenden Änderungen angedacht, so die Stadtverwaltung: „Insgesamt sind zwar einige Lockerungen geplant, aber es soll auf keinen Fall mehr Werbung erlaubt sein.“ Im Gegenteil: Die dezentere Werbung habe der Innenstadt gut getan. Üppige, auffällige Werbung sei lediglich für Geschäfte erlaubt, die sich seit Jahren an ihrem Standort im Innenstadtbereich befinden und somit Bestandsschutz genießen.

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