Übung - 23 Verletzte bei Explosion in Schule

Wer zufällig vorbeikommt und nicht weiß, dass es sich um eine Übung handelt, der wird im ersten Moment geschockt sein: Blutüberströmte Kinder und vor Schmerzen schreiende Jugendliche werden von Feuerwehrleuten aus der völlig verqualmten Grundschule Schwitten getragen, etliche Rettungskräfte der DRK-Ortsgruppe Menden versorgen die verletzten Personen auf dem Schulhof.

Schwitten.. Der Löschzug Nord der Freiwilligen Feuerwehr Menden (Bösperde, Schwitten und Halingen) wird am Samstag gegen 17 Uhr per Sirenenalarm zur Michaelschule gerufen. Vor Ort angekommen, stellt sich folgende Situation für die rund 45 Wehrleute: Aufgrund einer Explosion ist es zu einem Brand gekommen, und mehrere Kinder wie Lehrer sind in dem verrauchten Gebäude eingeschlossen.

Für Einsatzleiter Patrick Schulte bedeutet dies, einen sogenannten MAMV (Massenanfall mit Verletzten) auszulösen. Im Nu -- da die Übung zuvor mit dem DRK abgesprochen war -- strömen aus allen Richtungen Rettungsfahrzeuge an. Sebastian Günnewig übernimmt die Leitung der Ärzte und Sanitäter. Derweil dringen die Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken in die Schule, durchsuchen die Klassenräume, das Lehrerzimmer und den Keller. Überall liegen Verletzte herum, die dringend auf Hilfe warten.

Man muss schon genau hinsehen, um festzustellen, dass der blutüberströmte Körper einfach nur perfekt geschminkt ist. Oder auch das unter Schock stehende Mädchen, dessen Arme mit Brandblasen übersät sind. Es schreit unentwegt und geht den bemitleidenswerten Rettern fast schon auf die Nerven mit der perfekten Schauspielerei.

Knapp 30 Mimen sind in Schwitten vor Ort und spielen Verletzte. Sie werden vom DRK speziell für solche Übungen geschult. Mit dabei sind allerdings auch Mädchen und Jungen aus dem Dorf. Für sie ist dieses abschließende Osterferien-Ereignis wohl etwas, von dem sie noch lange ihren Freunden erzählen werden.

 
 

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