Tante JU war das begehrteste Fotomotiv

Gelandet auf dem Flugplatz Arnsberg-Menden: Die Tante JU setzte am Samstag gegen 16 Uhr auf der Rollbahn auf. Foto: Pieper
Gelandet auf dem Flugplatz Arnsberg-Menden: Die Tante JU setzte am Samstag gegen 16 Uhr auf der Rollbahn auf. Foto: Pieper
Es war ein Wink, oder besser gesagt ein Wind des Schicksals: Als tausende Interessierte am Samstag beim Flugplatzfest des Flugplatzes Arnsberg-Menden auf die Ankunft der Tante JU warteten, drehte plötzlich der Wind. Kam das Lüftchen zunächst aus westlicher Richtung, drehte der Wind wenige Augenblicke vor Ankunft des Nostalgie-Fliegers plötzlich auf Ost. Und das führte dazu, dass die JU über dem Platz oberhalb von Echthausen eine Ehrenrunde drehen musste, um dann mit Rückenwind aus Richtung Ost zu landen. Die vielen Besucher freute es, erlebten sie die Tante JU doch dann hautnah in Aktion.

Echthausen/Menden.. Tieffliegend steuerte das Flugzeug nur gefühlt wenige Meter über dem Tower des Flugplatzes vorbei. Ganz langsam unterwegs, beinahe in der Luft stehend, drehte das Flugzeug über der benachbarten Crossstrecke ab und setzte zur Landung in Echthausen an.

Es war etwa 16 Uhr, als die Tante JU in Echthausen zum Fotoobjekt Nummer Eins wurde. Hunderte Kameras klickten im Akkord – die vielen Besucher wollten das Landemanöver des berühmten Fliegers festhalten. Die Tante JU war der Höhepunkt des Flugplatzfestes. Die dreimotorige Wellblechkiste mit der langen Geschichte war bereits beim Flugplatzfest im vergangenen Jahr zu Gast in Echthausen und hat dem dortigen Flugplatz, insbesondere seinem Restaurant, auch den Namen gegeben.

Der Flugplatz, seit Kurzem nahezu komplett in Händen von OBO Bettermann, zeigte während des Festes am gesamten Wochenende seine fliegerische Leidenschaft. Mit kleinen Sportflugzeugen gab es Rundflüge, im Flugsimulator konnten Besucher die Maschinen auch mal selbst landen. Die großen Hangar-Hallen waren offen und luden zur Besichtigung ein. Die Mechaniker hatten die Motorverkleidungen der Maschinen abgenommen und gaben so den Blick auf das technische Innenleben der kleinen Propeller-Maschinen frei. Draußen vor dem Hangar stand einer der Jets, mit dem OBO von Echthausen seinen Werksflugverkehr unterhält. Firmenchef Ulrich Bettermann schaute am Samstag auch selbst vorbei und war einer von knapp tausend Besuchern, die sich am Samstag auf dem großen Areal tummelten.

Das miese Wetter am Sonntag hemmte den Besuch dann allerdings doch merklich.

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