SV Oesbern will Kunstrasen am Habicht verwirklichen

Versammlung des SV Oesbern zum Thema Kunstrasenplatz. Foto: Alexander Bonsendorf
Versammlung des SV Oesbern zum Thema Kunstrasenplatz. Foto: Alexander Bonsendorf
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Oesbern..  In Zeiten leerer Stadtkassen ist Eigeninitiative der Bürger gefragt. Das will sich auch der SV Oesbern zu Eigen machen. Der Fußballverein informierte am Samstag seine Mitglieder, Freunde und Oesberner Mitbürger darüber, wie der Traum vom Kunstrasen am Habicht Wirklichkeit werden soll.

Und dass dieser Traum viele eint, wurde angesichts der voll besetzten Stuhlreihen in der Oesberner Schützenhalle deutlich. „Das muss zum Projekt von uns allen werden“ forderte Frank Weingarten, der Vorsitzende des Vereins, alle Anwesenden zur Mitarbeit auf. Die wurden anschließend ausführlich über den Stand des Projekts „Habicht in Grün“ von der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe informiert.

Zunächst hatte man sich grünes Licht von Seiten der Stadt Menden für die Eigeninitiative geholt. „Geld können wir keines geben. Wir werden aber diverse Bauarbeiten unterstützen“, hieß es aus dem Rathaus. Die Arbeitsgruppe Kunstrasen teilte den Anwesenden mit, dass man ein Angebot vorliegen hat, dass der Habicht für 300 000 Euro umgerüstet werden kann. Eine Summe, für die der Verein einen Finanzierungsplan erstellt hat.

Dieser beruht auf mehreren Säulen. Die erste besteht aus einem kleinen Eigenkapital des Vereines, das in das Projekt eingebracht werden soll. Die zweite Säule beruht auf den Parzellenverkauf. Jedes Mitglied ist angehalten, ­Quadratmeter des Platzes zu verkaufen. „Parzellen können zu einem Einzelpreis von 20 Euro, 50 Euro und 100 Euro erworben werden. Aus diesem Verkauf soll mindestens die Hälfte des Investitionsbetrags in Höhe von 300 000 Euro erlöst werden, ungefähr 150 000 Euro“, sagt Pascal Wink vom Arbeitskreis Kunstrasen des SV Ösbern. Die dritte Säule der Finanzierung sieht die Gewinnung von Sponsoren vor. Der Sportverein ist zudem bereit, einen Kredit aufzunehmen. Die letzte Säule sind Zuschüsse von diversen Verbänden.

In vier bis sechs Wochen soll es einen ersten „Kassensturz“ geben. Denn man ist sich beim SV Oesbern bewusst, dass der Traum vom Kunstrasen endgültig platzen wird, wenn die Planungen nicht greifen. Doch weil der Kunstrasen ein wichtiger Eckstein für die Zukunft des Vereins ist, wird ein Scheitern ausgeschlossen. „Ein Dorf macht mobil“, bringt es Pascal Wink für alle Mitglieder, Freunde des SVÖ auf den Punkt. Vielleicht wird der Kunstrasen am Habicht zu einen weiteren Vorzeige-Projekt in Sachen Eigeninitiative in Menden.

 

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