SPD stichelt gegen Wächter

Menden..  Die SPD gratuliert der CDU – wohl nicht ganz ohne Ironie – zum designierten Bürgermeister-Kandidaten Martin Wächter. „Nachdem man über Monate keinen externen Kandidaten mit Verwaltungserfahrung gefunden hatte, musste halt der nette Martin ran“, sagt Ratsherr Mirko Kruschinski. Er erinnert an die Bürgermeisterwahl 2009. Damals hatte die CDU kurzfristig erneut Amtsinhaber Rudi Düppe ins Rennen geschickt, nachdem der ursprünglich nominierte Kandidat Thomas Busch wegen einer Liebesbeziehung zu seiner Chefin zurückzog. „Nun folgt also auf den netten Rudi der nette Martin“, sagt Kruschinski.

Zu wenig Rückhalt?

Die SPD stellt in den Raum, dass Wächter keine Unterstützung in der eigenen CDU-Fraktion habe. Er erinnert an die Haushaltsdebatte vor einigen Wochen. „Kaum war Wächter in einer Fraktionssitzung vor dem Rat verhindert, wurde von einigen Unruhestiftern eine Meuterei angezettelt um den Nachtragshaushalt doch nicht mitzutragen.“

Kruschinski weiter: „Wächter steht für die alte CDU, für das alte Menden. Das alte Menden mit Sparkassenpleite, Hönneinsel-Desaster und dem hässlichsten Bahnhof Deutschlands.“ In den vergangenen fünf Jahren unter dem SPD-Bürgermeister Volker Fleige habe sich in Menden mehr bewegt als in 20 Jahren zuvor.

Kruschinski formuliert das Anforderungsprofil für einen Mendener Bürgermeister: „Für die runden Geburtstage und die Jubiläen haben wir hervorragende stellvertretende BürgermeisterInnen. Die Verwaltung hingegen braucht einen Macher. Keinen Netten.“

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