Spannendes Krimi-Finale mit Siebenmeter-Schießen

Der Kindergarten-Cup 2012 in der voll besetzten Walram-Sporthalle. WP-Foto: Martina Dinslage
Der Kindergarten-Cup 2012 in der voll besetzten Walram-Sporthalle. WP-Foto: Martina Dinslage
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Die polnische Nationalhymne erklingt, die Zuschauer erheben sich und bejubeln das Team. Stolz marschieren die polnische Mannschaft und die dazugehörigen Cheerleader ein. Ein Strahlen liegt in den Kinderaugen – denn diese Meisterschaften gehören nur ihnen.

Menden.. Beim dritten Kindergarten-Cup haben sich 16 Teams aus fast allen Mendener Stadtteilen angemeldet. Die Mannschaften repräsentieren jeweils eine Nation – mit allem, was dazu gehört: Die Kinder tragen Nationalfarben, haben Fahnen und Rasseln zum Anfeuern gebastelt.

Neben den bedruckten Trikots haben sich einige noch weiter verkleidet: Die niederländischen Cheerleaderinnen (Städtische Kindertagesstätte Zeisigstraße) zum Beispiel tragen weiße Hauben und aus Pappe ausgeschnittene Holzschuhe an den Turnschuhen. So sehen sie aus wie waschechte Holländerinnen und können trotzdem noch tanzen.

Eigene Maskottchen

Viele Mannschaften haben auch ihre eigenen Maskottchen mitgebracht: Die Iren (Evangelischer Kindergarten Paul Gerhardt) haben ein Leprechaun gebastelt. Der irische Kobold steht bei den Spielen immer hinter dem gegnerischen Tor – damit die kleinen Kicker wissen, in welches sie schießen müssen.

Nachdem alle Teams mit ihrer Nationalhymne einmarschiert sind, ist es richtig voll, bunt und laut in der Walramhalle. Eltern feuern ihre Kinder an, Kinder winken und freuen sich über den bevorstehenden Wettkampf. Für Hermann Niehaves ist das ganz besonders wichtig: „Es macht so viel Freude, die Kinder zu sehen. Sie sollen Spaß am Bewegen haben und lernen, im Team zu arbeiten.“

Großes Familienfest

Auch der Kiga-Cup lässt sich nur mit Unterstützung anderer organisieren: Nur die Mischung aus den größeren Sponsoren, kleinen privaten Spendern und der tatkräftigen Hilfe von Kindergärten und Eltern ist es zu verdanken, dass der Kiga-Cup regelmäßig zum Familienfest wird. Während in der Halle die Mannschaften spielen, beschäftigen draußen Stände der Kindergärten die Vorschulkinder, die gerade nicht auf dem Spielfeld sind, mit Aktionen wie Bilderpusten oder Schminken.

Gleich starke Teams

Zum Finale strömen dann aber alle noch einmal in die Sporthalle: Die Niederlande und die Ukraine (Städtischer Kindergarten Halingen) spielen um den ersten Platz. Doch schon früh zeigt sich: Die beiden Teams sind gleich stark. Nach einem 1:1 geht es ins Siebenmeterschießen. Auch jetzt trifft jedes Team einmal. Die Spannung steigt, denn jetzt kann jeder Treffer die Meisterschaft bedeuten. Aber dann trifft ein ukrainischer Spieler ins Tor und beendet damit die Partie: Neuer Europameister ist die Ukraine! Stolz schreitet das Team zur Siegerehrung, bei der auch die Niederlande ihren Pokal bekommen. Auf dem dritten Platz ist Russland (DRK-Familienzentrum „Am Salzweg“), Vierter Irland.

Romanus Bordy ist der Vater von einem ukrainischen Spieler und gehört zum Trainer-Trio. Für ihn war das Spiel ein „echter Krimi“. „Aber dann haben wir ein bisschen mehr Glück gehabt“, lacht er. „Die Kinder sind jetzt total glücklich, das ist einfach großartig.“

Jeden Spieler eingesetzt

Besonders wichtig war ihm, dass jeder Spieler auch eingesetzt wird. „Das Schlimmste wäre, wenn ein Kind gar nicht spielen dürfte – es geht ja darum, dass die Kleinen Spaß haben!“ Und Spaß hatten sie wirklich – das zeigen die strahlenden Gesichter.

 

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