Seniorentreff

Die Kegelbahn im städtischen Seniorentreff bleibt: Raum 3 hingegen könnte futsch sein.
Die Kegelbahn im städtischen Seniorentreff bleibt: Raum 3 hingegen könnte futsch sein.
Foto: WP

Menden.. Verärgert reagierten gestern Abend die Politiker im Sozialausschuss. Sie hatten aus der WP erfahren, dass die Stadtverwaltung künftig den Raum 3 im Seniorentreff für eine Mitarbeiterin nutzen will. „So geht das nicht“, fühlten sich die Politiker fraktionsübergreifend nicht nur „äußerst schlecht informiert“.

Seit Mittwochabend wird sogar die Grundsatzfrage gestellt: Was ist, wenn das kollektive Gedächtnis des Sozialausschusses korrekt funktioniert? So waren sich Politiker aller Fraktionen „ziemlich sicher“, dass in einem einst beschlossenen Konzept für den Seniorentreff auch die dazu gehörenden Räume enthalten waren. Die Vertreter der Verwaltung konnten sich hingegen nicht an einen diesbezüglichen Beschluss erinnern.

Doch was wird nunmehr aus Raum 3, der schon im März einer Mitarbeiterin, die auch für den Seniorenbereich tätig ist, endgültig als Arbeitsplatz zur Verfügung stehen soll? Der Sozialausschuss ist nicht gewillt, ihn abzugeben.

Einzig für den Fall, dass die Seniorentreffräume nicht Bestandteil des Gesamtkonzeptes sein sollten, dürfte die Stadtverwaltung von sich aus tätig werden. Großes Problem dabei ist der Faktor Zeit: Bevor der Stadtrat am Dienstag endgültig beschließt, kann keine Sozialausschuss-Sondersitzung mehr stattfinden. Nunmehr soll die Verwaltung vor Beginn der Ratssitzung mitteilen, wie das Ergebnis der Protokollsuche ausgefallen ist.

Die Verärgerung bei Seniorentreff-Besuchern war ohnehin schon groß. So können zum Beispiel zwei Englisch-Kurse nicht mehr stattfinden. Die Kantine als Ausweichstandort sei problematisch, merkten Bernd Alban (SPD) und Ausschussvorsitzende Andrea Heinrich (USF) an. So schaffe man nur zusätzlich Barrieren für Senioren.

 

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