Schwammige Formulierung

CDU-Gespräche über Oesetal-Bahntrasse. Wem dient die veröffentlichte Vereinbarung von Bürgermeister Esken mit seinen CDU-Freunden aus Hemer und Menden?

Den Radfahrern dient sie nicht, denn die sollen mit einem Zwischenlösungsradweg abgespeist werden (...).

Den Steuerzahlern dient die Vereinbarung erst recht nicht, denn sie würden die Demontage der Bahninfrastruktur und den Neubau eines „Radweges auf Zeit“ bezahlen, nach einigen Jahren dann den Rückbau dieses Radweges und den Neubau der gesamten Bahninfrastruktur. (...)

Den Berufs-, Ausbildungs- und Freizeitpendlern zwischen Hemer-Menden-Dortmund dient die Vereinbarung nicht, denn eine schnelle Direktverbindung zwischen den Städten wird nicht gerade erleichtert, wenn man ausgerechnet während der Potenzialuntersuchung die Bahninfrastruktur demontiert.

Dem regionalen Tourismus dient die CDU-Vereinbarung nicht, denn der würde davon profitieren, wenn Bahn und Rad im Oesetal kombiniert nutzbar wären mit Anbindung an das Ruhrgebiet. (...)

Die CDU-Vereinbarung dient auch nicht der Klarheit, wie die Bahntrasse künftig genutzt werden kann, denn dafür ist sie viel zu schwammig formuliert. Es soll sichergestellt werden, dass „auf der Trasse infrastrukturelle Maßnahmen zwischen Hemer und Menden gestaltet werden können“. Es erschließt sich nicht, ob mit dieser Infrastruktur ein Baumarkt, eine Busspur oder eine Bahnlinie gemeint ist.

Wem dient die Vereinbarung?

Es ist der Versuch, um eine konsequente Entscheidung herumzukommen, es so aussehen zu lassen, als ob sich die CDU gleichermaßen im Sinne der Radfahrer und der Bahnbefürworter engagiere. Tatsächlich aber verhindert sie die für alle sinnvollste Lösung: die Bahnverbindung nach Dortmund schaffen und den Radweg parallel bauen.

 
 

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