Schulkinder sollen auf dem Mendener Friedhof gewütet haben

Im unteren Teil des katholischen Friedhofs Menden sind in der vergangenen Woche nachts zahlreicher Grab-Dekorationen wie Laternen und Figuren zerstört worden.
Im unteren Teil des katholischen Friedhofs Menden sind in der vergangenen Woche nachts zahlreicher Grab-Dekorationen wie Laternen und Figuren zerstört worden.
Foto: WP
Es waren vermutlich Schulkinder, die den Grabschmuck auf dem katholischen Friedhof zerstört haben. Zeugen haben in den vergangenen Wochen zwei Jungen im Alter von zehn und 14 Jahren auf dem Friedhof beobachtet, teilt die Polizei mit. Mehr als 30 Gräber sind betroffen.

Menden. Wer hat so eine Zerstörungswut? Auf dem katholischen Friedhof in Menden sind zahlreiche Gräber geschändet worden. Die Polizei hat zwei Schulkindern in Verdacht, die von Zeugen auf dem Friedhof gesehen wurden. Die Kinder sollen beide etwa 1,60 Meter groß und von normaler Statur gewesen sein und Tornister getragen haben, einer der Verdächtigen sei Brillenträger.

Zwischen den Gräbern herumgelaufen

Die beiden seien zum Tatzeitpunkt tagsüber zwischen den Gräbern herumgelaufen, nach klirrenden Geräuschen seien sie weggelaufen. „Die Ermittlungen dauern an“, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizei. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. Das gelte insbesondere auch für Eltern, die von ihren Kindern gehört haben, dass sich Klassenkameraden in der Schule mit der Tat brüsteten.

Mehr als 30 Gräber auf dem Friedhof sind laut Polizei von der mutwilligen Zerstörung betroffen. So sind die Glasscheiben von Grablaternen eingeschlagen, Porzellanfiguren sind zerschmettert worden. „Noch haben sich nicht alle Geschädigten bei uns gemeldet“, sagt Dietmar Boronowski. Sie und Zeugen können dies telefonisch unter 02371/9199-6518. Auch auf der Polizeiwache Menden kann eine Anzeige aufgegeben werden, unter dem Sammelaktenzeichen -057486-14/6.

Störung der Totenruhe ist strafbar

Die Tat wird als gemeinschädliche Sachbeschädigung oder als Störung der Totenruhe bewertet. Der bislang letzte Fall auf dem katholischen Friedhof, der von der Polizei aufgenommen wurde, ist von Ende Februar. Da hatten unbekannte Täter Gegenstände eines Friedhofsmitarbeiters mitgenommen und auf einem Gehweg außerhalb des Friedhofs liegen lassen.

 
 

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