Schulanmeldung soll sicher sein

Wenn die Eltern der Josefschule Menden deren Status als katholische Bekenntnisschule abwählen, dann sollte dies erst 2016, also im übernächsten Schuljahr, wirksam werden. Das jedenfalls erwartet Heinz-Josef Karhoff, Leiter der Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS) im Lahrfeld und für die CDU Mitglied im Schulausschuss.
Wenn die Eltern der Josefschule Menden deren Status als katholische Bekenntnisschule abwählen, dann sollte dies erst 2016, also im übernächsten Schuljahr, wirksam werden. Das jedenfalls erwartet Heinz-Josef Karhoff, Leiter der Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS) im Lahrfeld und für die CDU Mitglied im Schulausschuss.
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Wenn die Eltern der Josefschule Menden deren Status als katholische Bekenntnisschule abwählen, dann sollte dies erst 2016, also im übernächsten Schuljahr, wirksam werden. Das jedenfalls erwartet Heinz-Josef Karhoff, Leiter der Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS) im Lahrfeld und für die CDU Mitglied im Schulausschuss.

Menden.  Wenn die Eltern der Josefschule Menden deren Status als katholische Bekenntnisschule abwählen, dann sollte dies erst 2016, also im übernächsten Schuljahr, wirksam werden. Das jedenfalls erwartet Heinz-Josef Karhoff, Leiter der Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS) im Lahrfeld und für die CDU Mitglied im Schulausschuss.

Greift die ins Auge gefasste Umwandlung zur Gemeinschaftsgrundschule dagegen wie angekündigt schon zum nächsten Sommer, kann das laut Karhoff eine Neuauflage der jetzt anlaufenden Anmeldephase bedeuten. „Dazu sollte es nicht kommen. Das wäre den Eltern gegenüber nicht fair.“

Geänderte Geschäftsgrundlage

Angesichts der bisherigen Veröffentlichungen sei von einer Umwandlung der Josefschule auszugehen, was bei entsprechender Elternmehrheit auch völlig in Ordnung sei, betont der Lahrfeld-Leiter. Doch bis zur Hochphase der diesjährigen Grundschul-Anmeldungen nach den Herbstferien werde es voraussichtlich keine Entscheidung geben. „Und für die Kinder, die jetzt angemeldet werden, sollten sich die Voraussetzungen und Bedingungen bis zur Einschulung nicht mehr grundlegend ändern. Da muss Sicherheit rein.“

ASS „katholischer“ als Josefschule

Genau die wäre laut Karhoff mit einer Umwandlung der Josefschule im Sommer 2015 aber futsch. Eltern vom Obsthof etwa melden ihre Kinder nicht nur an der näher gelegenen Josefschule als Bekenntnisschule an, sondern erfahrungsgemäß in Klassenstärke auch im Lahrfeld. Die Busfahrten zahlt die Stadt. Würde die Josefschule rasch umgewandelt, müssten die Eltern die Fahrtkosten berappen. Denn bei gleicher Schulart zahlt die Stadt nur den Weg zu der Schule, die dem Wohnort am nächsten liegt.

Im Lahrfeld erklärte man Eltern bislang guten Gewissens, dass die Busfahrt vom Obsthof kostenlos ist. Und dank des Bestandsschutzes würde dies für die gesamte Grundschulzeit gelten. Dabei geht es um bis zu 50 Euro im Monat.

2016 werde die Schülerfahrtkosten-Regelung dann wohl wie überall die freie Schulwahl einschränken, meint Karhoff. Wer sich dann wegen des pädagogischen Angebotes im Lahrfeld, etwa des zweisprachigen Unterrichts, für den längeren Schulweg entscheide, müsse auch das nötige Fahrgeld dafür aufbringen. Kindern aus ärmeren Familien, die sich die Buskosten nicht leisten können, blieben diese Angebote verwehrt.

Eher schmunzelnd berichtet Heinz-Josef Karhoff indes noch vom Anruf eines Vaters, der ihm am Wochenende vorschlug, er solle doch seinerseits das Lahrfeld zur katholischen Bekenntnisschule machen. Daraufhin habe er nachgehakt: Tatsächlich seien 60 Prozent der Schweitzer-Schüler katholisch, an der „katholischen“ Josefschule weniger als die Hälfte. Auch die Behörden würden eine Umwandlung von der Gemeinschafts- zur Bekenntnisschule billigen. „Es ist aber nicht ernstlich daran gedacht“, stellte Karhoff klar.

 
 

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