Schnee beim Umzug in Menden trübt Stimmung nicht

Schneetreiben beim MKG Karnevalsumzug am Tulpensonntag
Schneetreiben beim MKG Karnevalsumzug am Tulpensonntag
Foto: WP

Menden.. Die meisten heimische Narren haderten nicht. Es hätte ja auch schlimmer kommen können. Gut 20 Minuten nach Beginn des großen Karnevalszuges setzte Schneetreiben ein. Mendener und ihre vielen Gäste feierten trotzdem ausgelassen.

Die Lokalpolitik hatte in den vergangenen Monaten vor allem ein Thema: das große Sparpaket. Und genau das fand sich als Ziel der närrischen Betrachtungen auf den Straßen wieder.

„Pleite-Stadt Menden“. Das saß. Dann die Ausführung der Unterpunkte. „Menden hat kein Geld mehr für ... Schulen, Jugendtreffs, Pinkelrinne.“ Die DJK Bösperde, seit vielen Jahren Aktivposten im Straßenkarneval unkte gar: „Rettungsschirme hin und her – für die Vereine wird es schwer.“ Trefflicher Hinweis darauf, dass alsbald in Menden Belastungen wie Hallennutzungsgebühren in nie gekanntem Maße auf Sportvereine zukommen werden. Vielen Zuschauern war da – auch nicht im Karneval – nach Applaus zumute.

Der Zug mit mehr als 800 aktiven Teilnehmern rollte problemlos durch die Stadt. Nie zuvor waren die begleitenden Maßnahmen zur Sicherung derart umfassend. Josef Pille, 1. Polizeihauptkommissar und gestern Einsatzleiter, bilanzierte gegenüber der WP: „Das gemeinsam mit der Stadt und den Karnevalisten erarbeitete Konzept hat sich außerordentlich bewährt. Alles ist völlig reibungslos über die Bühne gegangen.“

Engstellen auf der Hauptstraße ab Leder Hunold konnten zwar nicht aus der Welt geschafft werden. Aber insbesondere die Sicherung aller Zugwagen mit jeweils zwei abgestellten Personen an jeder Seite sei aus Polizeisicht eine ideale Maßnahme gewesen.

Nach dem Schrecken am Sonntagmorgen, als Polizeibeamte in Bochum den Lkw aus Holland mit den Absperrgittern gestoppt hatten, wurde bereits mit Hochdruck an einem Plan B gearbeitet. Josef Pille: „Wir hätten zusammen mit dem Ordnungsamt zur Sicherung alle verfügbaren Kräfte zusammengezogen.“ Den MKG-Verantwortlichen war somit frühzeitig eine große Last genommen.

Bürgermeister Volker Fleige war davon unterrichtet. Er ist seit vielen Jahren im Straßenkarneval mit von der Partie und ließ sich seine Teilnahme auch gestern nicht nehmen. Mendens erster Bürger war MKG-Gast im letzten Wagen des Zuges. Nach den jüngsten Vorfällen blieb ihm auch im Karneval Kritik von der Straße nicht erspart. Vereinzelt gab es Pfiffe.

Nach offiziellen Angaben der Polizei haben etwa 30 000 Zuschauer das Großereignis verfolgt. Die MKG-Planer um Klaus Durawa und viele gestandene Jecken wie Jochen Geck oder Kalli Fellenberg waren froh, wieder die gewohnte Route nutzen zu können. „Im vergangenen Jahr war es zwar auch schön, aber Hauptstraße und Altes Rathaus haben uns damals doch sehr gefehlt.“

 
 

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