Ratssitzung am Volkstrauertag, Schwalbe-Gedenken am 14. April

Menden..  Ob Volkstrauertag, das Pogromnacht-Gedenken am 9. November oder die Erinnerung an die Befreiung des Lagers Schwalbe: Die Verwaltung schlägt vor, das Gedenken in Menden künftig zu erweitern und umzugestalten. Bürgermeister Volker Fleige will das Erinnern nachdrücklicher machen und eine höhere Beteiligung erreichen. Stimmen Hauptausschuss und Stadtrat zu, gelten die Änderungen ab sofort.

Die Vorschläge

Reichspogromnacht 9. November: Zum Gedenken an die Pogrome gegen Juden 1938 findet weiter eine Gedenkfeier im Alten Ratssaal mit Lesungen und Musik statt. Die Symbolik der anschließenden Kranzniederlegung an der jüdischen Gedenkstätte auf der Hochstraße soll allerdings „ausgeprägter zum Ausdruck kommen“ als bisher. Volkstrauertag, 15. November: Nach der zentralen Gedenkfeier an der Ehrenmalanlage auf Battenfelds Wiese soll es gegen 12.30 Uhr eine einstündige Sonderratssitzung im Ratssaal geben, bei der mit verschiedenen Programmpunkten nochmals gesondert der Kriegstoten und der Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht wird. Impressionen der Denkmäler aus den Ortsteilen und musikalische Untermalung sollen den würdigen Rahmen schaffen. Entfallen soll dafür erstmalig die Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof an diesem Tag.
Der Gedenktag zur Befreiung des Lagers Schwalbe im Biebertal soll ab 2016 auf den 14. April festgelegt werden. Dieser Tag gilt als Tag der Befreiung der Schwalbe-Überlebenden durch amerikanische Soldaten vor 70 Jahren. Die Gedenkfeier wurde in diesem Jahr zum ersten Male überhaupt am Auschwitz-Befreiungstag 27. Januar durchgeführt. Sie soll erneut abends am Denkmal auf dem Lendringser Friedhof stattfinden und ähnlich gestaltet sein.

Jeweils eine Mendener Schule soll künftig an jedem der Gedenktage das Programm mitgestalten.

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