Radweg zwischen Menden und Balve kommt - aber es dauert

Die Bürgermeister Michael Esken, Volker Fleige und Hubertus Mühling (von links) haben sich zu einem informellen Gespräch getroffen. Thema waren Radwege auf nicht mehr genutzten Bahntrassen.
Die Bürgermeister Michael Esken, Volker Fleige und Hubertus Mühling (von links) haben sich zu einem informellen Gespräch getroffen. Thema waren Radwege auf nicht mehr genutzten Bahntrassen.
Foto: IKZ

Menden/Balve.. In Sachen Oesetal-Radweg auf der Bahntrasse Menden-Hemer könnte bald Bewegung kommen. Dagegen wird der Hönnetal-Radwegvon Fröndenberg bis Neuenrade wohl frühestens in zehn Jahren durchgängig befahrbar sein. Die Bürgermeister aus Menden, Hemer und Balve (Volker Fleige, Michael Esken und Hubertus Mühling) sagten gestern nach einem Treffen: „Das ist ein Projekt, das über unsere Amtszeit hinaus geht.“

Die Mendener Stadtverwaltung wird dem Rat nach der Sommerpause vorschlagen, einem Abbau der Gleise nach Hemer zuzustimmen. Diese Ankündigung von Bürgermeister Volker Fleige hörte sein Hemeraner Amtskollege Michael Esken gerne. Zwar erteilt am Ende die Bezirkregierung die Erlaubnis, nach Eskens Einschätzung würde aber ein Konsens vor Ort die Entscheidung beschleunigen. Er braucht eine möglichst schnelle Entscheidung, denn die Stadt Hemer hatte die Bahntrasse gekauft, um sie eigentlich schon zur Landesgartenschau 2010 als Radweg nutzen zu können.

Hönnetal-Radweg erst in zehn Jahren fertig?

Jetzt soll möglichst schnell mit Geldern aus einem Programm des Bundes gebaut werden. Wann es aber tatsächlich soweit sein wird, ist noch unklar. Die Detailplanung könnte erst mit dem Abbau der Gleise beginnen. Das für das Projekt unerlässliche Geld vom Bund, ist für Esken aber „zu 80 Prozent sicher“.

Langwieriger und komplizierter könnte sich da der Hönnetal-Radweg gestalten. Auf Mendener Gebiet sind zuletzt mit dem Radweg in Oberrödinghausen schon Hausaufgaben gemacht worden. Auch in Balve geht es Stück für Stück vorwärts: In Kürze soll mit dem Bau von drei Radweg-Abschnitten begonnen werden: 1. von der Innenstadt zur Balver Höhle, 2. von der Helle bis nach Sanssouci und 3. von Sanssouci nach Beckum als Zubringer zu Hönnetal-Radweg.

Finanzierung muss auch noch geklärt werden

Auch den weiteren Verlauf im Hönnetal bis Haus Recke sieht Balves Bürgermeister Hubertus Mühleing als relativ problemlos realisierbar: „Das könnten wir in fünf Jahren schaffen.“ Der neuralgische Punkt ist aber der Abschnitt zwischen Haus Recke und dem Uhu-Felsen: Ganz eng ist hier das Hönnetal – und zudem bewegt man sich in einem ökologisch sensiblen Bereich. Die gute Nachricht, die die Bürgermeister gestern hatten: Machbar ist der Radweg auch in diesem Bereich. Das habe das Gutachten eines Planungsbüros ergeben.

Jetzt muss aber unter anderem die Abstimmung von Verbänden und den Landschaftbehörden erfolgen und die Finanzierung muss geklärt werden. Auch hier hoffen die drei Kommunen auf Gelder vom Bund. Es werden wohl erhebliche Baukosten entstehen: Erste Planungen gehe davon aus, dass der Radweg etwa 2,50 Meter breit an die Straße „angeflanscht“ werden und per Gitterpfad über die Hönne führen könnte – das soll garantieren, dass zum Schutz der Flora und Fauna genug Licht in die Hönne kommt.

 
 

EURE FAVORITEN