Radweg durch das Oesetal hat noch einige Baumängel

Die angeschüttete Kante ist instabil und wird noch nachgebessert.
Die angeschüttete Kante ist instabil und wird noch nachgebessert.
Foto: WP

Menden..  Die Stadt Menden nimmt jetzt selbst Geld in die Hand, um den neugebauten Radweg durchs Oesetal kurz vor der Eröffnung sicherer zu machen. Zentrales Thema ist die Absturzsicherung an besonders steilen Stellen. Bis zur feierlichen Einweihung am 15. November sollen auch die Leuchten auf Mendener Gebiet stehen.

Land baut nur Minimal-Lösung

„Es wird noch einige Verbesserungsmaßnahmen geben“, sagt Stadtsprecher Manfred Bardtke auf Nachfrage. Bei einem gemeinsamen Bauabnahmetermin mit der Stadt Hemer (Eigentümerin des Weges) und dem Landesbetrieb Straßen (Geldgeber) wurden jetzt noch einige Mängel offensichtlich. So stellten auch die Bauverantwortlichen fest, dass der angeschüttete Randstreifen zu weich ist. Für die Nachbesserung muss das Bauunternehmen jetzt aufkommen.

Anders sieht es bei der Absturzsicherung aus. Die Stadt Menden will selbst an besonders steilen Abschnitten des früheren Bahndamms Gitter montieren, damit keine Radler mehr vom Weg abkommen. Die Verantwortlichen sahen auch Bedarf für Leuchten im Bereich hinter der Lärmschutzwand am Felsenkeller. Auch am Hassenbruch soll es Licht geben. Bardtke: „Wir wollen nicht sehenden Auges Angsträume schaffen.“

Wie teuer die Nachbesserungen jetzt für die Stadt Menden werden, ist offen. Die Kosten werden über den Posten „Straßenbauunterhaltung“ im städtischen Etat aufgefangen. Es gebe keinen Zorn darüber, dass Menden jetzt doch Kosten für den nicht unbedingt gewollten Radweg am Bein hat, betont Bardtke. „Wir haben natürlich auch einen Nutzen durch den Weg.“

Wäre nicht der Bauherr in der Pflicht? „Straßen NRW stellt den Standard-Radweg zur Verfügung, der auch verkehrssicher ist“, sagt der Hemeraner Bürgermeister Michael Esken (CDU). Das Planungsbüro habe nach „Recht und Gesetz“ geplant. Absturzgitter seien da nicht vorgesehen. Alle Zusatzwünsche seien Sache der beteiligten Städte. Hemer investierte selbst in eine neue Ampelanlage am Real-Markt, in Beleuchtung und neue Bushaltestellen. „Ich habe meinen Stadtrat darüber entscheiden lassen“, sagt Michael Esken. Was Menden mache, sei nicht seine Sache. „Ich mische mich nicht in die Mendener Politik ein.“

Platz für Leitungen

Hemer hatte selbst etwa 200 000 Euro in die Zusatzausstattung investiert. Einen guten Teil habe man schon wieder hereingeholt, rechnet Esken vor. Die Stadt Hemer hatte Leerrohre unter die Trasse gelegt und diese an Internetanbieter vermietet. „Diese Kosten haben wir schon wieder ‘raus.“

Zur Eröffnung in einer Woche wollen die beiden Bürgermeister gemeinsam die Trasse abfahren. Bis dahin sollen auch noch weiße Linien den Weg markieren. Wer malen darf, ist noch offen.

 
 

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