Protest gegen OGS-Gebühr

Eltern der drei Innenstadt-Grundschulen sorgen sich: OGS-Gebühren bald auch für Geschwisterkinderß
Eltern der drei Innenstadt-Grundschulen sorgen sich: OGS-Gebühren bald auch für Geschwisterkinderß
Foto: WP

Menden.. Elternvertreter mehrerer Schulen erhöhen den Druck auf die Politik. Sie kämpfen dafür, dass in offenen Ganztagsschulen die Geschwisterkinder auch weiterhin von zusätzlichen Gebühren befreit bleiben.

Noch ist politisch nichts endgültig entschieden. Doch im Sparpaket der Stadt ist auch die Neuregelung der OGS-Gebühren enthalten. „Wenn demnach auch für das zweite und dritte Kind der komplette Betrag gezahlt werden muss, kommt es zu erheblichen sozialen Schieflagen. Das schaffen viele Familien einfach nicht“, äußerten sich am Freitag Elternvertreter der drei Innenstadtgrundschulen.

Julia Klute, Mitglied der Elternpflegschaft im Schulverbund Josef- und Westschule, erläutert ein Fallbeispiel: „Noch im vergangenen Jahr besuchten zwei Kinder eine Tageseinrichtung. Gezahlt werden musste nur für ein Kind. Doch bereits im nächsten Jahr werden zwei Mädchen Grundschülerinnen sein, die jüngste Tochter wird möglicherweise einen Platz in einer U 3-Betreung haben. Das geht dann richtig ins Geld.“

Gestern sagten gleich mehrere Eltern: „Wenn wir für zwei oder drei Kinder die vollen OGS-Gebühren samt Mittagsessen zahlen müssen, wäre das ein Ausschluss-Kriterium. Da kommen wir schnell auf 400 Euro im Monat und mehr. Die sind nicht mal eben übrig.“

Schulpflegschafts- und OGS-Vertreter von Albert-Schweitzer-, Josef- und Westschule haben nach eigenem Bekunden viele Eltern im Rücken. „Wir können die Politiker nur warnen. Viele Eltern werden nicht in der Lage sein, einen OGS-Besuch für zwei Kinder zu finanzieren.“

Ihre Sorgen und Befürchtungen haben sie sogar in einem Bürgerantrag formuliert. Der jedoch wird am Dienstag im Hauptausschuss höchstwahrscheinlich nur zur Kenntnis genommen und in den Schulausschuss verwiesen. Damit entsteht das nächste Problem. Viele Eltern können derzeit ihre Kinder nicht für die OGS anmelden. „Sie wissen ja nicht, was finanziell auf sie zukommt“, hieß es gegenüber der WP.

Mit ihrem Antrag wollen die Unterzeichner Gleichbehandlung einfordern. Denn in den Kindertagesstätten werden für Geschwisterkinder keine Gebühren fällig. So lautet dann auch ein Satz: „Familien, die Schulkinder haben, dürfen nicht benachteiligt werden.“

 
 

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