Prof. Schmidt aus Menden erneut zum Uni-Präsidenten gewählt

Der Mendener Prof. Dr. Helmut J. Schmidt (60) wurde als Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Er ist bereits seit zwölf Jahren im Amt.
Der Mendener Prof. Dr. Helmut J. Schmidt (60) wurde als Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Er ist bereits seit zwölf Jahren im Amt.
Foto: WP
Es ist eine Wahl, die es in der akademischen Welt nicht häufig gibt: Der gebürtige Mendener Prof. Dr. Helmut J. Schmidt ist zum dritten Mal zum Präsidenten der TU Kaiserslautern gewählt worden. Ob er die sechs Jahre auch tatsächlich im Amt bleiben kann, liegt nicht allein in seinem Ermessen.

Menden/Kaiserslautern.. Vor mittlerweile bereits zwölf Jahren hat der heute 60-Jährige seine erste Amtszeit angetreten, wechselte damals bewusst aus der Wissenschaft (Fachbereich Biologie) in die Verwaltung. Als nun seine dritte Amtszeit als Präsident zur Debatte stand, „habe ich nur Bestätigung von allen Seiten bekommen“, freut sich Prof. Helmut Schmidt.

Und so gab es auch keinen Herausforderer, der gegen ihn angetreten wäre. 19 der 22 anwesenden Senatsmitglieder bestätigten ihn im Amt als Präsident der TU Kaiserslautern. Eine der größten Herausforderungen für seine dritte Amtszeit sieht Prof. Helmut Schmidt im demographischen Wandel: „Wir müssen unseren guten Ruf weiter ausbauen, so dass die Uni weiter gut angenommen wird.“

Ob er die sechs Jahre, für die er nun gewählt wurde, auch tatsächlich im Amt bleiben kann, liegt allerdings nicht allein in seinem Ermessen. Denn Prof. Helmut Schmidt wäre beim offiziellen Ende seiner Amtszeit 66 Jahre alt. Eigentlich müsste er aber mit 65 Jahren in den Ruhestand verabschiedet werden – „es sei denn, die Ministerin verlängert die Lebensarbeitszeit. Dann könnte ich bis 66 Jahre bleiben.“

Seit 12 Jahren Präsident der TU in Kaiserslautern

Als Prof. Helmut Schmidt vor zwölf Jahren erstmals zum TU-Präsidenten gewählt wurde, stand für ihn fest, dass er sich durch die Hochschulleitungsfunktion aus seinem bisherigen Spezialgebiet verabschieden würde: „Danach ist man angesichts der rasanten Entwicklung der Wissenschaft raus und müsste wieder neu anfangen.“

Prof. Dr. Helmut J. Schmidt wiedergewähltDie neue Richtung, die er beruflich eingeschlagen hat, hat Prof. Helmut Schmidt nie bereut. In seiner Amtszeit ist die Zahl der Studierenden auf 14 200 gestiegen, der Frauenanteil konnte gesteigert werden. 1971 legte Prof. Helmut Schmidt sein Abitur am Walram-Gymnasium ab, nahm dann in Münster sein Studium der Biologie und der Chemie auf. Er promovierte und habilitierte in Zoologie.

An Menden hat Prof. Schmidt nur gute Erinnerungen

Mehrmals im Jahr ist der verheiratete Vater dreier Kinder zu Besuch in der Hönne­stadt: „Mein Bruder und meine Schwester leben in Menden.“ Und die Familie seiner Frau kommt aus Halingen. An Menden hat Prof. Helmut Schmidt nur gute Erinnerungen: „Und das nicht zuletzt wegen der Lage von Menden mit dem großen Wald.“ Zudem kommt auch einer seiner einstigen Mentoren – Prof. Dr. Reiner Feldmann – aus Menden. An seine Schulzeit auf dem Walram denkt er gerne zurück und auch an die Fußballspiele für „Menden 09“ (heute BSV).

 
 

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