Polizist in Menden umgefahren – Täter hat keinen Führeschein

Beamte untersuchen das beschädigte Motorrad des Polizisten.
Beamte untersuchen das beschädigte Motorrad des Polizisten.
Foto: WP
Die Suche nach dem Mann, der mit seinem Auto in Menden einen Polizisten angefahren hat und anschließend flüchtete ist beendet. Er hatte keinen Führerschein. Und versichert war das Auto wohl auch nicht.

Menden.. Ein Hubschrauber kreist über der Stadt. Polizisten durchkämmen die Straßen und beobachten aufmerksam vorbeifahrende Autos. Die Beamten suchten mit Hochdruck den Mann, der am Dienstagmittag mit seinem Auto einen Polizisten anfuhr und über die Straße schob - sie haben ihn gefasst. Der Zwischenfall hatte eine Großfahndung ausgelöst.

Der Motorradpolizist hatte den BMW des Unfallfahrers gegen 12 Uhr auf der Carl-Benz-Straße im Bereich von Burger King entdeckt. Der Autofahrer war nicht angeschnallt. Der Beamte wollte das Auto stoppen. „Er gab ihm Anhaltezeichen und setzte sich dann vor den Pkw“, sagt Polizei-Sprecher Marcel Vormann später.

Aus der Routine-Situation wurde ein echter Zwischenfall. Laut Polizei fuhr das Auto auf das Motorrad auf - ob vorsätzlich oder unabsichtlich ist noch offen. Der Polizist stürzte zu Boden. Das Auto schob ihn noch über die Straße. Statt sich um den Polizisten zu kümmern, gab der BMW-Fahrer Gas. Er raste über die Fröndenberger Straße Richtung Fröndenberg.

Beifahrer in der Molle gefasst

Noch während der Polizist ins Krankenhaus gebracht wird, startete eine Großfahndung nach dem Autofahrer und seinem Beifahrer. Die Beamten fanden innerhalb kurzer Zeit das verlassene Auto des Duos im Alten Bösperder Weg. Den Beifahrer fassen die Polizisten im Bereich Molle. Sie nahmen ihn fest.

Und auch der flüchtige Unfallfahrer muss der Polizei bereits wenige Stunden nach der Flucht ins Netz gegangen sein. "Der flüchtige Unfallfahrer wurde am späten Dienstagnachmittag in der Mendener Innenstadt angetroffen und vorläufig festgenommen", heißt es schließlich in einer offiziellen Polizeimeldung vom Mittwoch um 13.45 Uhr.

Pkw nicht zugelassen und nicht versichert

Beim Festgenommenen soll es sich um einen 21-jährigen jungen Mann aus Menden handeln. "Die Ermittlungen dauern an", teilt die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis mit. Der zuständige Amtsrichter erließ einen Haftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr, der gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

Die Ermittlungen der Polizei haben bisher ergeben, dass der 21-Jährige zur Unfallzeit nicht in Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Das Fahrzeug war nicht zugelassen und nicht versichert.

Motorradpolizist nur leicht verletzt

Eine positive Nachricht kam nach all der Aufregung dann am Dienstagnachmittag aus dem Krankenhaus: Der Polizist konnte die Klinik wieder verlassen. Er hatte sich nur leicht verletzt.

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