Orkantief streift Menden nur

Foto: WP

Menden.. Nur Stunden nach dem Sturmtief „Ulli“ rollte gestern Orkantief „Andrea“ an und wirbelte Deutschland folgenreich auf. Menden kam noch glimpflich davon.

So manchem ging es am frühen Donnerstagmorgen wie Stadtförster Dirk Basse: „In so kurzer Folge habe in einem Januar noch nie Regen, Starkregen, Graupel, Hagel, Schnee und Gewitter erlebt.“ Doch das waren nur die Vorboten. Denn es blieben vor allem die Sorgen vor der „zweiten Sturmwelle“, die für den Nachmittag angekündigt war. Doch auch die traf Menden nicht über die Maßen.

Der SGV reagierte höchst besorgt bereits am Vormittag und sagte die für die Lendringser Abteilung vorgesehene Wanderung zum Jahresauftakt für Samstag ab. Parallel rief Stadtförster Dirk Basse dazu auf, derzeit den Wald nicht zu betreten. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran, setzte seine Mitarbeiter schwerpunktmäßig am Betriebshof ein.

Auch für die nächsten Tage gilt auf jeden Fall: „Den Wald nach Möglichkeiten meiden.“ Vor allem Laubbäume. Basse: „Die Gefahr, dass Zweige herunterfallen, ist riesengroß.“ Bislang sind aber erst wenige Bäume als Folge der Sturmtiefs in die Knie gegangen.

Die Feuerwehr hatte sich frühzeitig auf einen einsatzreichen Tag eingerichtet. Und wieder einmal mussten die Blauröcke verstopfte Abflussgitter über Bächen von Laub und Unrat befreien. „Hochwasser an den üblichen Stellen“, ordnet Karl-Heinz Fellenberg, Wachabteilungsleiter der Feuerwehr Menden, die Einsätze ein. Die Feuerwehr wurde aber rechtzeitig informiert, so dass am Stucken, an der Pfarrer-Wiggen-Straße in Bösperde und in Frielingsen Überschwemmungen verhindert werden konnten.

Anders im November 2010: Damals waren Parkplatz und Keller des Getränkemarktes „Trinkgut“ in Frielingsen komplett überflutet. Der Wannebach fließt hier durch einen Gitterabfluss, der durch Laub und Unrat völlig verstopft war, so dass der Bach zum See wurde. Gestern Morgen aber rief ein Mieter, der über dem Getränkehandel wohnt, früh genug bei der Feuerwehr an, das Gitter konnte rechtzeitig von Laub, Holz und Treibgut gesäubert werden.

„Seit der Überschwemmung hatten die Anwohner ziemlich Angst, dass das noch mal passiert“, sagt Trinkgut-Mitarbeiterin Birgit Risse. Damals war im vollgelaufenen Keller ein Trafo explodiert, Strom und Heizung fielen aus.

Kleinere Einsätze, wie die Reinigung von Gully-Deckeln, erledigte die Feuerwehr, so Fellenberg, gestern „nebenbei“. Zu einem Bauernhof auf dem Gaxberg musste der Baubetriebshof mit einem Bagger ausrücken, um den Bachlauf am Grundstück zu verbreitern. „Da floss das Wasser über den ganzen Hof“, so Fellenberg.

 
 

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