Orkan trifft vor allem die Waldemei besonders stark

Die Bischof-Henninghaus-Straße – hier an der Einmündung Siebengebirgsstraße – wurde wegen Orkanschäden gesperrt. Die Sperrung konnte gestern nach Aufräumarbeiten wieder aufgehoben werden.Foto:Thomas Hagemann
Die Bischof-Henninghaus-Straße – hier an der Einmündung Siebengebirgsstraße – wurde wegen Orkanschäden gesperrt. Die Sperrung konnte gestern nach Aufräumarbeiten wieder aufgehoben werden.Foto:Thomas Hagemann
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Menden..  Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Und so wird es auch noch einige Zeit nach Ostern dauern, bis Stadtförster Dirk Basse und sein Team die Spur der Verwüstung, die Orkan „Niklas“ auch in Menden hinterlassen hat, beseitigen können. „Vor Ostern erledigen wir auf alle Fälle die nötigsten Arbeiten, wo sonst Gefahr drohen würde“, sagt Dirk Basse. „Die anderen Schäden im Wald werden wir in aller Ruhe nach Ostern aufarbeiten.“

Der Stadtförster unterbrach am Dienstag eigens seinen Osterurlaub: „Wenn so was hier passiert, kann ich ja nicht mit gutem Gewissen zu Hause sitzen und nichts tun.“ Mehrere hundert Bäume sind in den Mendener Wäldern umgefallen, vor allem die Waldemei ist stark betroffen, bilanziert Dirk Basse. Der Orkan sei zwar heftig gewesen, „aber das ist kein Vergleich zu Kyrill“.

Henninghaus-Straße stark betroffen

Hauptsächlich Fichten wurden durch „Niklas“ entwurzelt. Eine vorangegangene lange Regenperiode, aufgeweichte Böden – „das ist nicht gut für Fichten“, sagt Dirk Basse. In etlichen Baumbeständen habe es Windwurf gegeben, und auch ein paar Wege wurden in Mitleidenschaft gezogen. Größte Orkan-Baustelle am Wochenanfang war der Bereich Bischof-Henninghaus-Straße/Radestaken: Nachdem eine Fichte gekippt war, setzte ein Dominoeffekt ein. Auch am Schießstand am Huckenohl sowie am Waldfriedhof fielen Bäume um.

Im Kapellenberg kippten zwei Bäume gegen benachbarte Exem­plare. Der Stadtforst fällte die betroffenen Bäume gestern. Den Weg, den die Prozessionen ab heute Abend nehmen, hat Dirk Basse kontrolliert. Auf den ersten Blick gebe es keine Gefahren, doch der Stadtförster sagt auch: „Natürlich besteht eine gewisse Gefahr, dass es im Nachgang noch Sturmschäden geben wird. Eine Garantie kann niemand geben.“ Mit anderen Worten: Wer in den Wald geht – ob im Kapellenberg oder in anderen Bereichen – tut dies auf eigene Gefahr.

Aus Sicht des Teams, das die Kreuztracht vorbereitet, werden die Prozessionen wie geplant durchgeführt. Auch Kreuzmeister Markus Ellert ist den Prozessionsweg gestern Nachmittag noch einmal abgelaufen und sagt: „Aus unserer Sicht gibt es keine Probleme.“ Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es ohnehin nie bei Besuchen im Wald.

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