Offene Kirche: Stille Momente gaben den Rahmen

Die Nacht der offenen Kirche. Foto: Tobias Schad
Die Nacht der offenen Kirche. Foto: Tobias Schad
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Menden..  Kirmestrubel in der Stadt, wenige Meter Luftlinie entfernt stille Moment mit geistlicher Musik: Was nach krassem Gegensatz klingt, ging am Pfingstsonntag in Mendens Stadtmitte durchaus zusammen. Die evangelischen Kirchengemeinden aus Menden und Lendringsen hatten zur Nacht der offenen Kirche geladen – und viele Gemeindemitglieder waren gekommen, um abseits des bunten Kirmestrubels zu Pfingsten einen besinnlichen Moment zu fassen.

Die Veranstaltung in der Heilig-Geist-Kirche bot ausreichend Gelegenheit, genau diese Momente zu genießen. Es gab Chormusik, es gab besinnliche Texte, es gab aber auch Momente der Stille – all das in einer wohligen Atmosphäre. Die Organisatoren aus beiden Kirchengemeinden hatten verschiedene kleine Aktionen zu einem Programm zusammengestellt, das zum einen die Besucher unterhalten, zum anderen aber den Charakter der Veranstaltung unterstreichen sollte.

Kirchenmusiker Helmut Brandt hatte aus interessierten Besuchern einen ad-hoc-Chor geformt, der nach kurzer gemeinsamer Probe in der Kirche auftrat. Draußen knisterte ein Lagerfeuer, und zu jeder vollen Stunde gab es in der Kirche Geistliches und Weltliches. Dieser Mix aus Besinnlichkeit, Stille und Unterhaltung macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Viele Gäste waren zur Nacht der offenen Kirche nach Menden gekommen – zum einen, um das Programm zu genießen, zum anderen, um sich am Programm zu beteiligen. Liedermacher Lukas stellte seine Werke vor, Klaus Ullrich las Lyrik und Prosa, andere steuerten Meditationen bei und trugen so zum Gelingen der Veranstaltung bei. Pünktlich um 24 Uhr schlug dann die so genannte Heilig-Geist-Stunde, bei der die Kirche völlig neu gesehen werden sollte. Das Gotteshaus, Predigtstätte und geistliches Zentrum der Gemeinde, hat dabei im wahrsten Sinne des Wortes „beGeistert“.

Mit der „Nacht der offenen Kirche“, an der sich 200 Kirchen in ganz Westfalen beteiligten, wollten die Gemeinden Pfingsten einen besonderen Punkt hinter das große Fest im Kirchenjahr setzen.

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