Öleinsätze sind am häufigsten

Großeinsatz der Mendener Feuerwehr für ein kleines Gebäude vor vier Wochen, als Roths Büdeken brannte. WP-Archivfoto: Michael Koch
Großeinsatz der Mendener Feuerwehr für ein kleines Gebäude vor vier Wochen, als Roths Büdeken brannte. WP-Archivfoto: Michael Koch
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Menden.. Wie ist die Feuerwehr für die Zukunft aufgestellt? Wo gibt es möglicherweise Nachbesserungsbedarf, worauf sollte das Hauptaugenmerk gelegt werden? Mit diesen Fragen hat sich das Kaarster Sicherheitsberatungsunternehmen Luelf & Rinke intensiv beschäftigt und im aktuellen Brandschutzbedarfsplan die Ergebnisse zusammengefasst.

640 Einsätze pro Jahr

In den vergangenen zwölf Jahren (2000 bis 2011) wurde die heimische Feuerwehr zu durchschnittlich 640 Einsätzen im Jahr gerufen – darunter etwa 110 Brände. Ausreißer nach oben in der Statistik war das Jahr 2007, in dem das Orkantief Kyrill außergewöhnlich viele Technische Hilfeleistungen von der Feuerwehr forderte.

Nur ein Großbrand

Für das Jahr 2010 hat das Sicherheitsberatungsunternehmen die Einsatzstellen für das komplette Stadtgebiet detailliert ausgewertet. In dem Jahr gab es erwartungsgemäß die meisten Einsatzstellen in Menden-Mitte (49 Prozent), gefolgt von Lendringsen (12 Prozent), Platte Heide (9,1 Prozent), Bösperde (8,9 Prozent) und Halingen (5,1 Prozent). Die häufigsten Einsätze im Stadtgebiet waren Öleinsätze (127), Unwetter (125) und Kleinbrände (105). Die seltensten Einsätze waren Großbrände (1) und ABC/Gaseinsätze (4). 20-mal mussten Tiere aus Notlagen gerettet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wird, ist werktags zwischen 7 und 17 Uhr um 30 Prozent höher als im übrigen Zeitbereich, bilanziert die Sicherheitsberatungsfirma.

Sechs ehrenamtliche Standorte

Derzeit verfügt die Feuerwehr über eine hauptamtliche Wache und sechs ehrenamtliche Standorte. Diese Struktur beurteilt das Unternehmen als bedarfsgerecht. Die sechs Standorte der ehrenamtlichen Kräfte seien im Sinne der Flächenabdeckung notwendig und unter Berücksichtigung des Wohnortes der Ehrenamtlichen auch gut positioniert. Eine kleine Ausnahme bilde hier lediglich der Standort Schwitten. Wichtig sei die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt beziehungsweise der Feuerwehr Balve – besonders mit Blick auf Unterstützung im südöstlichen Bereich des Stadtgebietes (Asbeck).

Wichtige Jugendfeuerwehr

Welche personellen Maßnahmen sind im Bereich der ehrenamtlichen Kräfte sinnvoll? Hier hebt das Beratungsunternehmen die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr hervor. Zudem wird empfohlen, bei der Einstellung von städtischen Mitarbeitern – zum Beispiel im Mendener Baubetrieb – bei gleicher Eignung Feuerwehrangehörige zu bevorzugen. Ziel müsse es sein, die Mitgliederstärke und die Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen zu erhalten beziehungsweise zu steigern.

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