Mutige Wanderer erklimmen steilen Labyrinth-Anstieg

Der Weg ist recht anspruchsvoll. Dafür entlohnt oben angekommen aber die einmalige Aussicht.
Der Weg ist recht anspruchsvoll. Dafür entlohnt oben angekommen aber die einmalige Aussicht.
Foto: Tobias Schad
Durch Volker Fleige, Bürgermeister von Menden, wurde der neue Labyrinth-Wanderweg eröffnet. Die neue Route führt zweieinhalb Kilometer quer durch das Grün des Mendener Waldes. Versprochen wird: Mehr vom eigenen Leben zu erfahren.

Oberrödinghausen..  Das Labyrinth ist wieder da: Mutig erklimmen die ersten Wanderer den steilen Anstieg, den Blick konzentriert auf die Füße gerichtet. Der Anstieg ist der Beginn des am Samstag neu eröffneten Labyrinth-Wanderweges rund um die Kirche Maria Frieden in Oberrödinghausen. Der 2,5 Kilometer lange Wanderweg erstreckt sich durch den Wald, an einigen Aussichtspunkten mit Blick nach Menden vorbei und wieder zurück zu der denkmalgeschützten Kirche.

Doch sollte am Samstag das namensgebende Labyrinth im Zentrum der Veranstaltung stehen. Der Irrgarten oberhalb der Kirche setzt den Startpunkt des Wanderweges.

Am Eingang hatte der Verein Freundeskreis Mendener Labyrinth, der alles initiiert hat, einen kleinen blauen Kasten angebracht. Darin können sich die Besucher Impulse für ihren Weg holen, ob Labyrinth oder Wanderweg. „Im Gehen des Labyrinthes erfährt man viel vom eigenen Leben“, erklärte die Vorsitzende Regina Bauerdick den ersten Besuchern. Die Installation solle eine Auszeit vom hektischen Alltag bilden.

Bürgermeister Fleige sieht in dem Labyrinth einen weiteren Anziehungspunkt für den Tourismus in Menden. „Doch es greift zu kurz, es nur als touristische Attraktion zu sehen“, schloss er in seiner Rede an. Denn auch auf spiritueller Ebene habe das Labyrinth eine wichtige Bedeutung: ein Symbol für die verschlungenen Wege unseres Lebens.

Das Labyrinth, das immer zugänglich ist, und der Wanderweg sind in Zukunft Austragungsorte von sechs verschiedenen Veranstaltungen. Am 24. Juni beginnt das Programm mit dem Johannisfeuer am Labyrinth und setzt sich mit „Wandern unterm Sternenhimmel“ und noch einigen anderen fort.

Die Besucher der Eröffnung am Samstag erklommen als erste den aus dem Dornröschenschlaf erweckten ehemaligen Trampelpfad und wurden mit einer einmaligen Aussicht belohnt, die diese Anstrengung wert war.

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