Modegeschäft nimmt bewusst nicht am verkaufsoffenen Sonntag teil

Der Vorstand der KAB Heilig Kreuz, Werner Bilstein (links) und Matthias Menke, ehrt Brunhilde Rieber dafür, dass sie am verkaufsoffenen Sonntag ihr Geschäft nicht öffnet. Foto: Pia Maranca
Der Vorstand der KAB Heilig Kreuz, Werner Bilstein (links) und Matthias Menke, ehrt Brunhilde Rieber dafür, dass sie am verkaufsoffenen Sonntag ihr Geschäft nicht öffnet. Foto: Pia Maranca
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Menden.. Sie wollen die anderen Einzelhändler nicht tadeln, sondern sie wollen eine Geschäftsfrau aus Menden besonders lobend hervorheben: dafür, dass sie am verkaufsoffenen Sonntag ihren Modeladen geschlossen hat. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Heilig-Kreuz hat der Mendener Unternehmerin Brunhilde Rieber deshalb jetzt – gemeinsam mit der KAB im alten Dekanat Menden und dem Bezirksverband Hagen-Iserlohn-Menden-Witten – eine Urkunde und einen Blumenstrauß überreicht.

„Uns hat Brunhilde Rieber in ihrer Haltung zum Sonntag beeindruckt“, sagt Werner Bilstein von der KAB Heilig-Kreuz. „Sie hat aus christlicher Überzeugung an Sonntagen stets geschlossen. Für sie ist der Sonntag heilig.“ Heute werde in der Gesellschaft nach der Devise „Zeit ist Geld“ vieles bis aufs Letzte ausgenutzt.

Brunhilde Rieber begründet ihren Entschluss so: „Ich fühlte mich zunehmend unwohl dabei, den Sonntag zu entehren, indem ich Geschäfte mache an diesem Tag. Ich brauche den Sonntag, um inne zu halten und mich nach dem Wesentlichen auszurichten.“ Kunden informiert sie mit einem Aushang darüber, dass ihr Geschäft bei einem verkaufsoffenen Sonntag geschlossen bleibt. Darauf ist zu lesen: „Wir sind immer gerne für Sie da... nur der Sonntag ist uns heilig.“ Die KAB möchte jetzt noch weitere Einzelhändler in der Stadt ansprechen und sie – bei ähnlicher Haltung – ebenfalls auszeichnen.

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