Mendener will Selbsthilfegruppe Schlafapnoe gründen

Pia Maranca
Foto: Lutz von Staegmann / WAZ FotoPool
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Menden. Ein Bekannter hatte ihn bei einer Reise auf sein unregelmäßiges Atmen während des Schlafs aufmerksam gemacht: „,Weißt Du eigentlich, wie gefährlich das sein kann’, hat er mich gefragt“, sagt Klaus Jürgen Breckwoldt. Der 60-jährige Mendener ist Schlafapnoiker. Er leidet unter nächtlichen Atemaussetzern. Jetzt will Breckwoldt anderen Betroffenen helfen: Er möchte eine Selbsthilfegruppe in Menden gründen.

Das Schlafapnoe-Syndrom ist nach Meinung von Experten eine der häufigsten Schlafstörungen. Rund 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung seien erkrankt, heißt es. Übergewicht und Alkoholgenuss seien zwei der wichtigsten Risikofaktoren.

Nach dem Hinweis des Bekannten hatte sich Breckwoldt genauer ärztlich untersuchen lassen, in einem Schlaflabor in Hagen stellten die Mediziner dann schließlich die Diagnose Schlafapnoe: Klaus Jürgen Breckwoldt hatte bis zu 68 Atemaussetzer pro Stunde. Seither schläft der Mendener mit einer Unterdruck-Maske – sein Zustand hat sich merklich gebessert.

„Die Krankheit hat eine Fülle von Symptomen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Erinnerungslücken, Depression“, sagt der Mendener. „Schlafapnoe kann schwerwiegende Folgen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall nach sich ziehen.“ Der Mendener wünscht sich eine fachübergreifende Analyse von Medizinern, damit die Krankheit schneller als solche erkannt werde. „Denn wenn die Therapie läuft, gewinnt der Patient ein ganz neues Leben.“

Der Facharzt für Lungen- und Bronchialkunde, Dr. Volker Jansen, wird die Selbsthilfegruppe laut Klaus Jürgen Breckwoldt beratend begleiten. Bei einem ersten Treffen wolle er, so Breckwoldt, außerdem einen Vortrag halten.

Trotz zahlreicher Informationsseiten und Foren im Internet, in denen sich Betroffene austauschen können, hält Klaus Jürgen Breckwoldt den persönlichen Kontakt für enorm wichtig: „Von Auge zu Auge können Probleme, die die Privatsphäre betreffen, besser besprochen werden.“

Interessierte können sich bei Klaus Jürgen Breckwoldt melden, telefonisch unter 02373/392049 oder 0157/87527429, oder per E-Mail: brecki50@gmx.net. Gemeinsam soll dann ein Termin für das erste Treffen gefunden werden.