Mendener spenden 34.340 Euro für Typisierungen

1380 Menschen ließen sich in der HBL-Halle typisieren. WP-Foto: Martina Dinslage
1380 Menschen ließen sich in der HBL-Halle typisieren. WP-Foto: Martina Dinslage
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Mendener Vereine, Bürger und Geschäftsleute haben zu diesem tollen Ergebnis beigetragen: Für die vor eineinhalb Wochen in Bösperde durchgeführte Knochenmark-Typisierungsaktion wurden 34 340,86 Euro gespendet. Das Geld wurde der Stefan-Morsch-Stiftung zur Finanzierung der Laborkosten überwiesen.

Menden.. Mit diesem hervorragenden Ergebnis sei nicht zu rechnen gewesen, erläutert Elisabeth Terboven von der Stefan-Morsch-Stiftung: „Seit es bei vielen Menschen finanziell enger geworden ist, sind Spenden ohnehin schwieriger als früher zu bekommen.“ In Menden kam hinzu, dass der zehnjährige Simon, für den die Typisierungsaktion ursprünglich initiiert worden war, zwei Wochen vor der Aktion verstorben war: „Normalerweise sinkt dann die Bereitschaft der Menschen, Geld zu spenden oder sich typisieren zu lassen, sehr stark“, weiß Elisabeth Terboven. Und warum war das in Menden anders? „Das hat mit Sicherheit auch an der Arbeit des Organisationsteams gelegen“, erläutert Elisabeth Terboven. „Die haben das mit so viel Herzblut gemacht, die Begeisterung ist einfach übergesprungen. Von der Aktion in Menden werde ich noch lange reden.“

Pro Typisierung fallen 50 Euro Laborkosten an. Damit sind die Kosten der Mendener Aktion (1380 Typisierungen) trotz der hohen Spendensumme nicht abgedeckt. Die Differenz wird von der Stefan-Morsch-Stiftung übernommen: „Das wird aus unseren allgemeinen Spendenmitteln aufgefüllt. Sonst würden die Organisatoren von Spendenaktionen viel zu stark unter Druck gesetzt“, erläutert Elisabeth Terboven.

Die Krankenkassen sind bei der Finanzierung von Knochenmark-Typisierungen völlig außen vor, berichtet Elisabeth Terboven. „Die übernehmen erst, wenn für einen Patienten ein passender Spender ausgewählt worden ist.“ Die Kosten allein für die Transplantation belaufen sich auf 200.000 Euro, so Elisabeth Terboven. Hinzu kommen weitere Kosten wie beispielsweise für die medizinischen Voruntersuchungen des ausgewählten Spenders. An der Finanzierung durch Spendengelder werde sich auch künftig nichts ändern, weiß Elisabeth Terboven: „Wir brauchen weiterhin sowohl Spender als auch Spenden.“

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