Mendener SPD-Ratsherr schnappt AfD die Internetseite weg

Demonstration gegen den Auftritt der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch in Menden.
Demonstration gegen den Auftritt der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch in Menden.
Foto: Arne Poll
  • Sebastian Meisterjahn reserviert „www.afd-menden.de“ und „www.alternative-fuer-menden.de“
  • Augenzwinkernde Erklärung: „Aktenordner für Dänemark“ gemeint
  • AfD zeigt sich gelassen

Menden.. SPD-Ratsherr Sebastian Meisterjahn schlägt der AfD ein Schnippchen und schnappt der rechtspopulistischen Partei die passenden Internetseiten für den geplanten Mendener Ortsverband weg.

Wer die Internetseite www.afd-menden.de oder www.afdmenden.de aufruft, findet den kurzen Hinweis: „Hier entsteht demnächst die Internetpräsenz der Initiative Aktenordner für Dänemark – Sektion Menden“. Die Seiten (Neudeutsch: Domains) sind auf den Namen des SPD-Ratsherrn Sebastian Meisterjahn registriert. Dieser hat nicht etwa die Seiten gewechselt, will sich aber auch nicht an fremden Namensrechten bedient haben: „Wir sind der Meinung, dass auch dänische Kommunen nicht im Papierchaos versinken müssen – Daher sammeln wir Aktenordnerspenden für unsere netten nördlichen Nachbarn“, erklärt er augenzwinkernd.

AfD reagiert gelassen

Meisterjahn hat noch ein Projekt am Start. Auf einer weiteren Internetseite (www.alternative-fuer-menden.de) stellt er fest, „dass die derzeitige geografische Lage der Stadt völlig falsch ist.“ Meisterjahn erklärt: „Da geht es darum einen neuen Standort für die Stadt Menden zu suchen, da der derzeitige Standort doch schon ziemlich verbaut ist... ein Mexit sozusagen.“

AfD-Kreisvorstand Sebastian Schulze zeigt sich überrascht von der Nachricht. Die AfD wisse allerdings noch gar nicht, ob sie die Domains für sie in Frage kommen. Wie die AfD sich verhalte, wolle er erst einmal mit dem Kreisvorstand besprechen. Verärgert sei er aber deshalb nicht, betont Schulze. „Ich ärgere mich vielmehr, dass amerikanische Soldaten Menschen töten und unschuldige Menschen durch von deutschem Boden gesteuerte Drohnen ums Leben kommen.“

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