Mendener Möpse rennen wie Sprintstar Usain Bolt

Gute Stimmung und viel Spaß beim Mopsrennen in Menden.
Gute Stimmung und viel Spaß beim Mopsrennen in Menden.
Foto: Tobias Schad
Auf die Plätze, fertig - und ab geht der Mops: Beim Mopsrennen in Menden rannten 65 knautschige Vierbeiner um die Wette. Mit 50 Meter in sechs Sekunden konnten sie zwar nicht mit dem neuen Weltmeister Usain Bolt mithalten, bekamen für ihren Sieg aber auch eine Medaille. Und eine Wurst.

Menden. Erfolgreiches Mopsrennen: Die Veranstalter haben fest versprochen, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage gibt.

In Lüdenscheid sind sie längst Kult, jetzt schwappte die Welle nach Menden: In Zusammenarbeit mit einigen Sponsoren veranstalteten der VfL und Siedler- und Bürgerverein Platte Heide im Rahmen ihres Familienfestes am Samstag das erste Mendener Mopsrennen. 65 Möpse gingen in drei Kategorien – Minimöpse, Jungmöpse, Senioren – auf eine Rennstrecke von 35 und 50 Metern.

Manche Möpse fanden den Weg nicht

Manche Vierbeiner und ihre Herrchen und Frauchen waren sehr weit gereist. Sie kamen unter anderem aus Münster, Köln, Düsseldorf, Ko­blenz, Oberhausen und Göppingen. Der am weitesten gereiste Mops war ein portugiesisches Findelkind. Einige Teilnehmer hatten erst am Samstagmorgen via Facebook vom Rennen erfahren und entschieden sich kurzfristig zur Teilnahme. Die Regeln für das Rennen waren recht simpel: Die Hunde mussten die Distanz von 35 beziehungsweise 50 Metern zurücklegen. Der schnellste Mops gewann. So einfach gestaltete sich die Realität indes nicht. Einige Tiere verließen die Rennstrecke, oder drehten aus unerfindlichen Gründen mittendrin um. Unfreiwillige Komik. Ein Mops jedoch überraschte alle Anwesenden. Er rannte in rekordverdächtiger Zeit vom Start zum Ziel, holte sich dort sein Gummispielzeug, rannte zurück zum Start, drehte noch einmal um und raste erneut durchs Ziel. Das Ganze schien das Tier nicht im Mindesten anzustrengen. Ob Doping dahintersteckte, konnte bis zum Ende der Veranstaltung nicht eindeutig geklärt werden.

Nur zwei Teilnehmerinnen bei den Minimöpsen

Das Rennen wurde zu einem Megaspaß für alle Vier- und Zweibeiner. Alle Teilnehmer erhielten dann auch eine Medaille, die ersten drei Plätze in allen Kategorien erhielten neben einer etwas größeren Medaille ein Spielzeug und ein Würstchen.

Die jeweils Erstplatzierten bekamen zusätzlich ein Überraschungspaket mit allerhand Zubehör für ein fröhliches Hundeleben.

Bei den Minimöpsen gab es nur zwei Teilnehmerinnen. Die Schnellste war die erst 17 Wochen alte Alona, knapp dahinter rannte Tessa ins Ziel. Das Rennen der Jungmops-Rüden entschied Bruno für sich. Er verwies Lord Henry und Toni auf die Plätze. Für Lord Henry war dies nicht die erste Medaille in diesem Jahr, er gewann bereits das Rennen in Lüdenscheid. Emmi war die schnellste Jungmops-Hündin, sie ließ Helga und Muffin hinter sich. Bei den Senioren (über sieben Jahre) belegte Frida den dritten Platz, Nimi wurde Zweite, der achtjährige Poldi war der schnellste Senioren-Mops. In genau 6 Sekunden schaffte er die 50 Meter.

Im nächsten Jahr gibt es wieder ein Mopsrennen

Neben der Goldmedaille sahnte Poldi noch einen Sonderpreis als ältester Mops des Rennens ab. Weitere Sonderpreise in Form von Pokalen gingen an Minimops Alona, die die jüngste Teilnehmerin im Feld war, und an Julia Bürmann als erfolgreichste Trainerin, weil sie zwei Möpse im Rennen hatte.

„Die Mops-Leute waren wunderbar“, bilanziert Moderator Thomas Hagemann. „Es ist ganz toll gelaufen. Und natürlich können wir eines versprechen: Im nächsten Jahr gibt es eine Neuauflage.“