Menden heute von Arbeitskampf betroffen

Wie viele Büros werden im neues Rathaus am Streiktag unbesetzt bleiben?
Wie viele Büros werden im neues Rathaus am Streiktag unbesetzt bleiben?
Foto: WP

Menden/Iserlohn.. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat im Zuge der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst gestern auch die städtischen Mitarbeiter in Menden zum Streik aufgerufen. Somit könnte es am Mittwoch zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen.

Betroffen sein wird auf jeden Fall die Märkische Verkehrsgesellschaft MVG. Und das mit gleich mehreren Linien. Denn zahlreiche Fahrer werden sich nach Informationen unserer Zeitung wohl solidarisch zeigen. Damit würden nicht nur große Teile des Linienverkehrs im Kreis lahm gelegt. „Auch der Schülerverkehr, soweit er von uns bedient wird, ist betroffen“, so MVG-Sprecher Jochen Sulies gestern Nachmittag.

Es ist ein Ritual im Arbeitskampf: So hat erst gestern die Dienststelle im Mendener Rathaus die Mitarbeiter darauf hingewiesen, welche Rechte und Pflichten in Streikzeiten bestehen. Der Personalrat hat es seinerseits getan.

Selbst Vorgesetzte befinden sich derzeit offenkundig in einem Zwiespalt. Ein führender Beamter ließ gestern gegenüber der WP durchblicken: „Jetzt sind wir im öffentlichen Dienst auch endlich mal wieder mit einer ordentlichen Gehaltssteigerung dran.“

Beamte dürfen in Deutschland nicht streiken. Was jedoch die Angestellten mit ihrem Ausstand auf der Straße erkämpfen, kommt üblicherweise auch den Beamten größtenteils zugute.

Die angestellten Mitarbeiter entscheiden für sich, ob sie sich heute regulär am Arbeitsplatz oder um 7.30 Uhr auf Battenfelds Wiese einfinden wollen. Von dort geht es dann gemeinsam zum offiziellen Streiklokal und zur zentralen Kundgebung für den Nordkreis nach Iserlohn.

In den städtischen Hinweisen an die Mitarbeiter heißt es im Rundschreiben sogar ausdrücklich, dass sich streikbereite Mitarbeiter nicht erst einstempeln sollen.

Mehrere Angestellte des traditionell eher streikbereiten Mendener Baubetriebs haben bereits angekündigt, die Arbeit heute niederlegen zu wollen. Völlig offen war gestern Nachmittag hingegen, ob Bereiche wie Kindertagesstätten ebenfalls betroffen sein könnten.

Verdi fordert in der aktuellen Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat für jeden Beschäftigten. Die Arbeitgeber haben im Gegenzug noch kein Angebot unterbreitet. Sie halten die Forderung der Gewerkschaft für „völlig überzogen“.

 
 

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