Menden hat kein Geld für Fotos des neuen Bundespräsidenten

Aus Mendener Bilderrahmen entfernt. Ex-Bundespräsident Christian Wulff.
Aus Mendener Bilderrahmen entfernt. Ex-Bundespräsident Christian Wulff.
Foto: WP
Es ist seit Jahrzehnten guter Brauch geworden, dass in vielen öffentlichen Einrichtungen ein Bild des amtierenden Bundespräsidenten hängt. Christian Wulffs Rücktritt kostet somit die Stadt sogar noch indirekt Geld. Denn die Fotos seines Nachfolgers werden keineswegs in großer Zahl frei Haus geliefert.

Menden.. Am Freitag ging es vielfach schnell. „Weg mit dem Wulff-Bild“, hieß an mehreren heimischen Schulen. Am Amtsgericht ließ man sich bis Anfang der Woche Zeit mit dem Entfernen.

Wie geht es nun weiter, wenn voraussichtlich am 18. März die Bundesversammlung tagt und ein Nachfolger gewählt wird? Bislang waren sie stets staatstragend in Schwarz-Weiß gehalten. „Wir werden als Stadt dann ein kleines Kontingent von der Bezirksregierung bekommen. Das hat jedoch in früheren Zeiten nie gereicht“, so Stadtpressesprecher Manfred Bardtke.

Alles, so Bardtke, was über die drei für Menden kostenlos gelieferten Exemplare hinaus geht, müsse die Stadt zahlen. Darf sie in ihrer misslichen Finanzlage aber nicht. Bardtke: „Es gibt keine rechtliche Verpflichtung, ein Bild des Bundespräsidenten aufzuhängen.“

Weder im Bürgermeisterbüro noch im Ratssaal gab es Wulff-Bilder. Und in den Schulen? „Die müssten die Kosten aus ihrem Budget bestreiten. Da sind sie frei in ihrer Entscheidung“, rechnet Bardtke fest damit, dass auch diesmal die Nachfrage größer sein wird als das zur Verfügung stehende Kontingent.

 
 

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