Menden bekommt einen Waldkindergarten

Thorsten Bottin
Uli Menge, Cornelia Schröer und Mechthild Hennecke
Uli Menge, Cornelia Schröer und Mechthild Hennecke
Foto: WP

Menden. Die Anmeldewoche für das Kindergartenjahr 2014/2015 beginnt am nächsten Montag. Zum ersten Mal können Eltern ihre Kinder dann auch für den neuen Waldkindergarten anmelden, der zum 1. August neben dem Stadtforstbetrieb an der Waldemei an den Start gehen wird.

Andernorts gibt es Waldkindergärten bereits, für Menden ist dieses Betreuungsangebot aber neu. Es handelt sich um eine eingruppige Kita, die Platz für 20 Mädchen und Jungen bietet – Drei- bis Sechsjährige, aber auch einzelne Plätze für Zweijährige. Die Betreuung läuft fünf Tage die Woche (35 Stunden) von 8 bis 14 Uhr wie in einem normalen Regelkindergarten.

Die Kinder sind aber bei Wind und Wetter draußen – nur bei Gewitter oder Unwetter geht es in eine beheizte, mit Sanitärräumen und Stromanschluss ausgestattete Hütte, welche die Stadt noch für rund 60 000 Euro bauen wird. Viel Bewegung für die Kinder, Naturnähe, kreativer Umgang mit natürlichen Materialien und die Stärkung des Immunsystems sind die Vorteile eines Waldkindergartens.

Cornelia Schröer und Mechthild Hennecke haben das neue Angebot seitens der Stadtverwaltung organisiert. Träger der Gruppe wird wohl die AWO werden. „Wir sind überzeugt: Das wird ein Selbstläufer“, sagt Cornelia Schröer. Trotzdem muss die Stadt abwarten, ob es genug Anmeldungen für die Gruppe gibt. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder vorsorglich nicht nur im Waldkindergarten, sondern auch in einer anderen Kita anmelden.