Mehr Kosten für weniger Kinder

Kindergarten im Wald.  In der letzten KJHA Sitzung wurde den Mitgliedern von der Verwaltung mitgeteilt, dass es für den Waldkindergarten keine Betriebserlaubnis vom Landes-Jugend-Amt gibt. Die Begründung war: Weil auch U3 Kinder für den Waldkindergarten angemeldet worden sind, ist es erforderlich, dass Schlafräume (ca. 60 000 Euro zusätzliche Kosten) mit zur Ausstattung gehören müssen.


Die Frage sei erlaubt, ist es ein regulärer Kindergarten im Wald, oder ist es ein Waldkindergarten. Außerdem ist für die Betreuung der unter dreijährigen Kinder eine höhere Anzahl an Personal erforderlich. Es ist nicht abzusehen, laut der Verwaltung, dass in absehbarer Zeit eine Betriebserlaubnis erfolgt. Also ist das Fordern eines Waldkindergartens von den Grünen Augenwischerei.


Die USF hat gegen einen Kindergarten im Wald gestimmt, weil für uns unter anderem der Standort „Hassenbruch/Waldemei“ nicht in Frage kommt. Der Standort „Arche“ wäre für alle Kinder aus den Stadtteilen mit dem Bus zu erreichen.
Es gibt Familien die haben weder ein, ganz zu schweigen zwei Autos, um ihre Kinder zur Waldemei zu bringen. Der Standort „Arche“ mit den vor Ort liegenden Haltestellen wäre optimal.


Man sollte noch eines bedenken. Kinder sind in einem richtigen Waldkindergarten stets draußen, dass heißt, es ist mehr an Schuhen und Kleidung erforderlich. Es gibt viele Familien oder alleinerziehende Mütter denen es schwer fällt, den Kindergartenbeitrag aufzubringen. Eine zusätzliche Ausgabe für Kleidung ist nicht möglich. Aus dieser Sicht ist ein Waldkindergarten keine Einrichtung für alle Kinder.


Die USF ist gegen Sparmaßnahmen im Kinder- und Jugendbereich. Ob aber ein neuer Kindergarten für vorläufige Kosten in Höhe von ca. 120 000 Euro gebaut werden soll, sei dahin gestellt.


Falls der Bedarf an Plätzen für die U3 Kinder sich erhöhen sollte, wäre es sinnvoll, diese Gelder zum Ausbau bereits bestehender Einrichtungen zu verwenden.


Luzia Remes, USF