Mehr Betten für Paracelsus-Klinik in Hemer

Hemer.  Die Paracelsus-Klinik will wachsen und investieren. Um bis zu 22 Betten soll die zurzeit 125 Betten umfassende Klinik erweitert werden. Die entsprechende Aufstockung ist beantragt. Über 600 000 Euro sollen investiert werden. Dies ist eine gute Nachricht, die der neue Verwaltungsdirektor Christian von den Driesch jetzt verkünden konnte.

Volle Belegung

Damit reagiert die Paracelsus-Klinik auf die große Patientennachfrage. Im ersten Quartal verzeichnete die Klinik eine über 100-prozentige Belegung, das heißt zusätzliche Betten mussten aufgestellt werden. Im Jahresschnitt wird eine 90-prozentige Auslastung erwartet. „Der Umbau dient auch dem Patientenkomfort“, betont der ärztliche Direktor Dr. Rainer Kunterding.

Die Planungen für Umbauten auf den Stationen sind fertig, mit einem Baubeginn wird Mitte des Jahres gerechnet.

Nach der Schließung der Krankenhäuser in Balve und Wimbern macht sich in der Region - vor allem in Menden - ein Intensivbettenmangel bemerkbar. In Hemer konnten zwar fast alle Notfallpatienten versorgt werden, durch Umstrukturierungen sollen die Kapazitäten aber erhöht werden. „Es ist ein Krankenhaus, das sehr gut läuft und in der Region etabliert ist“, lobt Christian von den Driesch seine neue Wirkungsstätte.

Der 48-jährige wurde dem rund 270-köpfigen Mitarbeiterteam gestern als neuer Verwaltungsdirektor vorgestellt. Damit gehört die gut dreimonatige Interimslösung nach dem Ausscheiden von Denis Busch der Vergangenheit an.

Erfahrener Klinikleiter

Regionaldirektor Gerd Schneider freut besonders, dass mit von den Driesch ein langjähriger Paracelsus-Mitarbeiter nach Hemer geholt werden konnte.

Der „Neue“ ist in seiner Funktion nämlich kein Neuling und ein „Eigengewächs“ des Paracelsus-Konzerns. Er leitete fast acht Jahre lang als Verwaltungsdirektor die Düsseldorfer Paracelsus-Klinik Golzheim, eine urologische Fachklinik. Zuvor war er elf Jahre lang stellvertretender Verwaltungsdirektor der beiden Paracelsus-Kliniken in Düsseldorf und Neuss.

Von den Driesch hat bereits im März einige Tage in Hemer verbracht, um das Krankenhaus und dessen Mitarbeiter kennen zu lernen. Sein erster Eindruck: „Es sind sehr gute Strukturen vorhanden, und die Klinik hat neben der Regelversorgung auch erfolgreich mehrere Schwerpunkte zum Beispiel in den Bereichen Wirbelsäulenchirurgie und Endoprothetik gebildet“. Die gute Auslastung spreche für die Zufriedenheit der Patienten und die Leistung der Ärzte.

Schwerpunkt Gesundheitswesen

Der neue Verwaltungsdirektor wurde in Damme geboren.

Er studierte in Osnabrück Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater eines 14-jährigen Sohnes.

 
 

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