Mathilde Vente gibt trotz großer Enttäuschung nicht auf

Menden/Düsseldorf..  Nein zur Mendener Initiative: Abgelehnt hat das Land den von einer Stadtrats-Resolution im Winter begleiteten Aufruf, staatlich anerkannte Heilpädagoginnen als fachlich qualifizierte Mitarbeiter im gemeinsamen Unterricht von Grundschulkindern mit und ohne Behinderungen einzusetzen. Enttäuscht, aber keineswegs resigniert zeigte sich gegenüber der WP Mathilde Vente, die mit Franz Janser die Initiatorin dieses Vorstoßes war.

Sie verfasste flugs eine Entgegnung zu dem Schreiben des Schul-Staatssekretärs Ludwig Hecke, sammelt dazu jetzt noch Unterschriften heimischer Praktiker und Experten und will Bürgermeister Volker Fleige bitten, sich auch weiterhin für das Anliegen einzusetzen.

Denn was Düsseldorf jetzt abtat, hatte in Menden allen eingeleuchtet: Im gemeinsamen Unterricht ist für die Schüler mit Behinderungen Unterstützung in der Klasse notwendig – und die können die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen besser leisten als die meisten Lehrkräfte. Denn zu ihrer einst in Menden entwickelten Ausbildung zählen viele Fähigkeiten, die im Umgang mit unterschiedlichsten Handicaps wertvoll sind. Und die Pädagogik tragen sie sogar im Namen.

Laut Staatssekretär Hecke kommt ihr Unterrichtseinsatz aber schon aus Zuständigkeitsgründen nicht in Betracht: Das Land setze nur „lehrendes Personal“ ein, zu dem Heilpädagogen nun einmal nicht gehörten. Hecke lobt indes das Engagement der Stadt Menden beim Vorantreiben der Inklusion – und betont, dass die rotgrüne Landesregierung für die Unterstützung der Unterrichte durch „nichtlehrendes Personal“ eine Inklusionspauschale in Höhe von zehn Millionen Euro verabschiedet hat. Daraus stünden der Stadt Menden rund 16 000 Euro zu. Dafür könne sie „heilpädagogische Fachkompetenz“ für Grundschulen in ihrer Trägerschaft einbeziehen.

Mathilde Vente reicht das nicht: „Wir setzen den Kampf für den flächendeckenden Einsatz unserer Fachkräfte auf jeden Fall fort.“

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