Lückenschluss im Radwegnetz

Foto: WP

Menden/Fröndenberg/Balve.. Wie könnte die Zukunft einer fahrradfreundlicheren Stadt Menden aussehen? Ein Bündnis von mehreren Partnern zeigt nach dem Ruhrtal-Radwegfest Möglichkeiten auf.

Die Kurzform für den heimischen Raum: Drei Flüsse, drei Täler, drei Bahnlinien, drei Radrouten, drei charakteristische Landschaften. „Das wäre das Profil“, so Ingrid Ketzscher, Sprecherin der heimischen Bündnisgrünen. Gemeinsam mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Bürgerverein Oesetalbahn soll die Vision Wirklichkeit werden.

Zusätzlich zum vorhandenen Ruhrtal-Radweg und dem alsbald Wirklichkeit werdenden Hönnetal-Radweg könnte der Oesetal-Radweg entstehen.

Grundidee: „Das Bahn-Rad-Netz wird nicht nur die drei Flusstäler Ruhrtal, Hönnetal und Oesetal erschließen, sondern auch die Städte Fröndenberg, Menden, Hemer, Balve und Neuenrade in besonderer Weise verbinden.“ Die Projektpartner schwärmen bereits: „Natur, Kultur, Geschichte und Moderne, Landschaft und Industrie der Region könnten in besonderer Weise erfahrbar werden.“

Nicht nur für Ingrid Ketzscher hängt vieles davon ab, wie es um die Zukunft einer Bahnstrecke Menden – Hemer bestellt sein wird. „Gerade die Landsgartenschau hat ja deutlich gezeigt, wie sehr dieser Abschnitt bei tatsächlichen Angeboten genutzt wurde. Der Bedarf ist offenkundig da. Politisch hat ja vielfach auch ein Umdenken begonnen.“

Was beim Ruhrtal-Radweg längst bestens in der Praxis funktioniert, soll auch im Bereich Hönne- und Oesetal selbstverständlich werden. Der Zug dient als Vehikel, damit die Fahrradtouristen bequem die wünschenswerten Streckenabschnitte erreichen können.

Bahn als Bindeglied

Ingrid Ketzscher: „Die drei Bahnstrecken sind das geschichtliche und aktuelle Bindeglied des gesamten Projektes. Eine Hauptstrecke im Ruhrtal, eine Nebenstrecke im Hönnetal und eine reaktivierte Nebenstrecke im Oesetal würden zum Entdecken unserer Region einladen.“ Langfristig könne überdies eine Vernetzung bis zur Lenne-Route in Werdohl angestrebt werden.

Alles Utopie? „Die finanziellen Töpfe für Bundesstraßen begleitende Radwege sind derzeit noch gut gefüllt“, heißt es mit Blick auf einen Oesetal-Radweg, für den eines aus Sicht der Initiatoren auf keinen Fall passieren soll: Er darf auf keinen Fall auf der jetzigen Bahntrasse liegen. „Dann wären unwiederbringlich viele Chancen dahin.“

„Im Land NRW“, so Ingrid Ketzscher, „wird im Herbst ein neuer Nahverkehrswegeplan aufgestellt.“ Vieles wird dann davon abhängen, welche Signale aus den jeweiligen Städten kommen.

 
 

EURE FAVORITEN