Kultur-Camp findet am Ruhrufer statt

Vertreter der beiden Städte und beteiligte Künstler am Ruhrufer.
Vertreter der beiden Städte und beteiligte Künstler am Ruhrufer.

Menden.. Die Ruhr trennt Menden und Fröndenberg. In den Sommerferien aber wird sie zur Brücke für den kreativen Nachwuchs beider Städte, wenn in den Ruhrwiesen das Kultur-Camp seine Zelte aufschlägt.

Es gehört zum Förderprogramm „Kulturrucksack NRW“, welches die Landesregierung vorerst bis 2015 ausgeschrieben hat und pro Jahr mit 4,40 Euro pro Einwohner im Alter zwischen zehn und 14 Jahren fördert. Voraussetzung zur Teilnahme sind aber mindestens 3500 Kinder dieser Altersstufe, was Menden mit etwa 3000 – ebenso wie Fröndenberg – alleine nicht erfüllt. Daher tat man sich mit dem Nachbarn nördlich der Ruhr zusammen. Am vergangenen Sonntag wurden weitere Einzelheiten des Kultur-Camps im Beisein der Bürgermeister Volker Fleige und Friedrich-Wilhelm Rebbe vorgestellt, symbolträchtig mitten auf der Ruhrbrücke.

Vom 6. bis 10. August – in der fünften Sommerferien-Woche – werden im Fröndenberger Himmelmannpark in den Ruhrwiesen jeden Nachmittag unterschiedliche Workshops für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 angeboten. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr, Ende gegen 18.45 Uhr.

Auf dem Programm stehen zum Beispiel Acrylmalerei, Bildhauerei, Lehmskulpturen oder Fotografie. Für sportlichen Ausgleich sorgen Angebote für Hip-Hop-Tanz, Tennis oder Varieté. „Mona Lisas kleine Schwester“ heißt der Workshop von Bernd Gorski, künstlerischer Leiter beim Theater am Ziegelbrand, der mit den Teilnehmern eigenwillige Replikationen des weltberühmten Gemäldes erstellen will. Aus Menden sind die Musikschule und verschiedene Jugendtreffs beteiligt. Letztere bieten allen Mendener Teilnehmern einen tollen Service in Form eines Shuttle-Busses an, der den kreativen Nachwuchs zu den Workshops von vier verschiedenen Punkten des Stadtgebietes aus ans nördliche Ruhrufer und am Abend auch wieder zurück bringen wird.

Die zweite Woche steht dann im Zeichen eines Zeltlagers rund um den Kanuclub Fröndenberg, ergänzt um gemeinsame Ausflüge und weitere kreative Aktivitäten. Hier ist die Teilnehmerzahl auf 50 beschränkt, während das bei den Workshops nicht der Fall ist. Ein Teil der Workshops erfordert aber eine vorherige Anmeldung und eine geringe Gebühr, andere können frei besucht werden.

Volker Fleige bekam bei der Vorstellung leuchtende Augen und hätte sich wohl am liebsten selbst angemeldet: „Schließlich habe ich viel Zeit meiner Jugend hier in den Ruhrwiesen verbracht. Mit so manchem selbstgebauten Floß sind wir aber direkt abgesoffen.“

Die Anmeldung für alle Mendener Kinder läuft bereits und kann bei der Stadt direkt im Rathaus, über Telefon oder Internet erfolgen, zuständig für das Kultur-Camp ist Boie Peters ( 02373 903-467).

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