Krippen-König holt sich einen Schmied ins Haus

Lürbke.  Die Heimat-Krippe „Westfälische Krippenlandschaft“ von Ulrich Ostermann hat wieder Zuwachs bekommen. Mittlerweile erstreckt sich das Modell auf 16 Quadratmeter, mehr als 250 Figuren sind hinter dem Garagenfenster neben dem Haus am Eilinger Kamp 26 zu sehen.

„Durch mündliche Überlieferung ist es bekannt, dass in der Lürbke bereits vor über 100 Jahren Krippen und Tannenbäume zu Weihnachten in den Wohnstuben von Familien aufgestellt wurden“, erinnert sich Ostermann an die Erzählungen seines Vaters. Auch hat der passionierte Krippenbauer noch eine weitere klassische Anekdote über seinen alten Herrn parat: „Mein Vater zog traditionsgemäß erst am Heiligabend-Nachmittag in den Wald, um den Tannenbaum für das Fest zu schlagen. Erst wenn der Weihnachtsbaum fertig geschmückt war, stellten wir die Krippe unter dem Baum auf.“

Schöne Erinnerungen wie diese verbindet Ostermann mit dem Weihnachtsfest. Vielleicht ging seine Familie auch deswegen so sorgsam mit den alten Krippenfiguren um, dass in der „Westfälischen Krippenlandschaft“ noch einige ihren Dienst tun, die schon mehr als 100 Jahre auf dem Buckel haben.

Schmied ist bestens ausgestattet

Und es geht Ulrich Ostermann nicht nur darum, die immergleiche Krippenlandschaft zu präsentieren: Stets kommen neue Figuren, neue Gegenstände, ja sogar neue Gebäude und neue Landschaftselemente hinzu. Ostermann berichtet: „Neu ist in diesem Jahr der in die Landschaft integrierte alte Lürbker Steinbruch von Heinrich Grohs, nebst der durch die Nordfassade angedeuteten Lürbker St.-Hubertus-Kapelle mit Glockenturm und Posaunenorgel“, Höhepunkt sei aber der neu gestaltete Innenraum der Schmiede „Schlünder“ vom Walzweg – „Ein Augenschmaus“, urteilt der Erbauer zufrieden.

Wer genau hinsieht, der kann die lodernden Flammen der Esse sehen, die die Hufeisen zum Glühen bringen. Auch ist der Schmied bestens ausgestattet mit adäquatem Miniatur-Werkzeug: Blasebalg, Amboss, Werkbank, Schleifstein, Dengelstock, Schmiedekegel, Schmiedezangen und Biegewerk – alles hat der Mann mit dem dicken Hammer vor Ort, um sein Handwerk zu erledigen.

Ein Engel vom Bruder

Besonderen Segen könnte auch der Posaunenengel auf dem Kirchturm der St.-Hubertus-Kapelle bringen. Den hat Bruder Theo Ostermann extra für die Krippenlandschaft kreiert – kein Wunder, dass er so gut gelungen ist, schließlich ist der gelernte Werkzeugmacher ebenfalls handwerklich begabt.

 
 

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