Kreispolizei Soest ermittelt zu Pferde-Unfall

Menden/Wickede..  Nach dem spektakulären Pferde-Unfall, bei dem Mitte Dezember zwei Autofahrerinnen verletzt und zwei Tiere getötet wurden, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren – und zwar bei der Kreispolizeibehörde Soest. Grund: Der Unfall auf der Lendringser Straße bei Oesbern geschah auf dem Gebiet der Gemeinde Wickede.

Damit ist die Kreispolizeibehörde Soest für die Ermittlungen zuständig. Insgesamt waren, wie berichtet, vier Pferde aus weiter ungeklärten Gründen aus einer Koppel nahe der Lendringser Straße bei Oesbern entwichen. Ermittelt wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung, denn offenbar gilt es herauszufinden, wer dafür verantwortlich war, dass die Pferde die Koppel verlassen konnten. Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor. Neben der Fahrerin des Unfallautos, das die Tiere traf, zählte auch die Frau in einem zweiten Wagen, der kurz darauf die Kadaver überrollte, zu den Verletzten – beide Frauen erlitten einen Schock.

Für die Polizei kam es angesichts des Autowracks einem Wunder gleich, dass insbesondere die Fahrerin des ersten Wagens, eine 26-jährige Arnsbergerin, ansonsten mit leichten Blessuren davonkam. Die Totalschäden beider Autos wurden inzwischen mit 22 000 Euro beziffert. Der Wert der getöteten Pferde ist dagegen noch ungeklärt.

Die Mendener Polizisten, die deutlich vor ihren aus Werl herangerufenen Kollegen am Unfallort waren, übergaben den Einsatz bei deren Eintreffen. „Solche Doppelungen“, erklärte Polizeisprecher Dietmar Boronowski, „lassen sich bei ungenauen Ortsangaben von Unfallmeldern an Bereichsgrenzen nicht immer vermeiden.“ Die Melder wüssten nicht immer, wo sie sich genau befinden. Das Suchen des tatsächlichen Unfallortes zähle daher für die Einsatzkräfte schon zur Routine.

Stellt sich dann wie in Oesbern heraus, dass die „falschen“ Polizisten ausgerückt sind, nähmen diese selbstverständlich trotzdem die Arbeit auf. Bagatell-Unfälle würden komplett bearbeitet, allerdings unter der Kennung der eigentlich zuständigen Behörde. Bei schweren Unfällen wie im Fall Oesbern/Wickede erfolge noch am Unfallort die Übergabe an die zuständigen Kollegen.

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