Kreis Unna präsentiert erste Rettungs-App im Ruhrgebiet

Fröndenberg/Kreis Unna..  Alles passt: Die Schnittstelle zur Leitstellentechnik steht, der Probebetrieb war erfolgreich, die Ersthelfer und die Disponenten in der Rettungsleitstelle sind geschult: Deshalb geht die Rettungs-App des Kreises Unna heute, Montag, als erste im Ruhrgebiet offiziell an den Start.

Die Alarmierung der ebenso freiwilligen wie fachkundigen Ersthelfer erfolgt über eine passwortgeschützte Smartphone-App. Veranlasst, gesteuert und koordiniert werden die Einsätze durch die Disponenten in der Rettungsleitstelle des Kreises Unna.

Für den Start der Rettungs-App drückte Landrat Michael Makiolla auf den ebenso berühmten wie symbolischen „roten Knopf“. Mit einer beispielhaften (Probe-)Alarmierung wurde Vertretern von Verwaltung, Politik und Feuerwehr eindrucksvoll demonstriert, wie die von einem Disponenten der Rettungsleitstelle nach einem Notruf in Gang gesetzte Rettungskette funktioniert.

300 Freiwillige

Mit der Einführung der Rettungs-App kann die Rettungsleitstelle aktuell auf rund 300 freiwillige geschulte Ersthelfer zurückgreifen und via Smartphone-App eine einfache, im Zweifelsfall lebensrettende Idee umsetzen.

Konkret geht es um schnelle Hilfe von nebenan. Fachlich kundige Ersthelfer werden von der Leitstelle über einen Notfall in ihrer Nähe informiert und überbrücken – so sie sich denn einsatzbereit melden – die ersten Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch Erste Hilfe wie eine Herzdruckmassage. Hintergrund der Initiative ist die Erkenntnis, dass gerade bei einem Kreislaufstillstand jede Sekunde zählt.

Partner des Kreises bei der Einführung und Schulung der Ersthelfer ist der Verein „Mobile Retter e.V.“, über deren Internetseite sich auch noch weitere Ersthelfer melden können (www.mobile-retter.de).

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