Konzept soll Fördergelder in die Mendener Stadtteile spülen

Übersicht über Menden, Durchblick durch die Wolkendecke aus 5000 Fuß Höhe, Menden, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Übersicht über Menden, Durchblick durch die Wolkendecke aus 5000 Fuß Höhe, Menden, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Foto: Hans Blossey
  • Mehrere Bürgerveranstaltungen ab 3. November
  • Stadt ruft zum Mitmachen auf
  • 150.000 Euro für Konzept bereitgestellt

Menden..  Ein umfangreiches Entwicklungskonzept soll den Weg für große Förderprojekte in den Mendener Stadtteilen ebnen. Bei mehreren Veranstaltungen sollen Bürger ihre Ideen äußern können und mitarbeiten. Ein Wunschkonzert werde es eher nicht, stellt die Stadtverwaltung klar. Der Appell an die Bürger sei aber: Mitmachen!

Für das sogenannte integrierte kommunale Entwicklungskonzept (kurz: IKEK) haben die Planer das Stadtgebiet in vier Sektoren unterteilt. Ortsteile mit ähnlichen Rahmenbedingungen sind zusammengefasst. Für jeden Sektor gibt es in den kommenden Wochen eine Veranstaltung. „Wichtigste Begleiter sind die Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bau-Fachbereichsleiter Frank Wagenbach. Aus der Bürgerschaft sollen Ideen für Bauprojekte, die Verkehrsentwicklung, Infrastruktur wie Jugendtreffs, Einzelhandelsentwicklung und mehr kommen. Aus den Ideen soll im Laufe des Jahres 2017 ein Konzept entstehen, das stadtweit Entwicklungspotenziale aufdeckt und konkrete Projekte bündelt. Die Planungsbüros DTP (Essen) und SSR (Dortmund) begleiten und schreiben das Konzept.

Mit diesem Konzept soll es dann später möglich sein, für Teil-Projekte nach und nach Fördertöpfe des Landes anzuzapfen. „Es wird kein Wünsch-Dir-Was“, sagt Stadtplanerin Birgit Rindel. Sie verspricht aber Bürgern „eine Analyse ihres Ortsteils“. Mit dem Konzept will die Stadtverwaltung auch dem Vorwurf entgegentreten, nur etwas für die Mendener Innenstadt, aber nichts für die Ortsteile zu tun.

Bevor Fördergeld fließt, muss die Stadt erst einmal selbst Geld ausgeben. Die Politik hat 150 000 Euro für die Erarbeitung des Konzeptes zur Verfügung gestellt. Davon sind etwa 70 Prozent ebenfalls förderfähig. Mit Blick auf Geldgeber sagen Rindel und ihre Kollegin Kathrin Weiler: „So erhoffen sie sich einen sinnhaften Einsatz ihrer Projekte.“

Besteht nicht die Gefahr, dass im komplizierten System konkrete Themen untergehen? Beim Konzept zur Innenstadt-Entwicklung war die Beteiligung anfangs eher gering. Erst als einzelne Bauprojekte konkret wurden, kam eine kontroverse Diskussion auf. „Was wäre die Alternative?“, fragt der Erste Beigeordnete Sebastian Arlt zurück. Konzeptlosigkeit wolle sich die Stadtverwaltung nicht vorwerfen lassen. Die Stadtverwaltung sieht sich in der Pflicht, den Umweg über umfangreiche Konzepte zu gehen, um Zugriff auf Fördertöpfe zu erhalten.

 
 

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