Kleine Forscher erkunden Naturwissenschaften

Die Station „Farbfilter“ besteht aus drei verschiedenfarbigen Folien. Die beiden Hüingser Kindergartenkinder Marc (5, links) und Felix (5) erforschen, welche Farben sich ergeben wenn man durch mehrere Folien gleichzeitig schaut. Fotos:Marc Friedrich
Die Station „Farbfilter“ besteht aus drei verschiedenfarbigen Folien. Die beiden Hüingser Kindergartenkinder Marc (5, links) und Felix (5) erforschen, welche Farben sich ergeben wenn man durch mehrere Folien gleichzeitig schaut. Fotos:Marc Friedrich
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Josefschule Lendringsen begeistert die Kinder mit der Miniphänomenta in ihren Räumlichkeiten. Kindergärten kommen zu Besuch.

Lendringsen.  Zwei Wochen lang stehen die Naturwissenschaften im Fokus an der Josefschule in Lendringsen: Vom 9. bis zum 23. November hat sich die Grundschule die „Miniphänomenta“ ins Haus geholt – und gleich mehrere Mendener Kindergärten zu sich eingeladen, damit auch die Kleinsten erste naturwissenschaftliche Phänomene hautnah erfahren können.

Egal ob Chemie, Physik oder Technik: Die 185 Schüler der Josefschule Lendringsen sowie mehr als 90 Kindergarten-Kinder haben den ersten Schritt zum Naturwissenschafts-Nobelpreis bereits getan. 50 Stationen der Miniphänomenta gibt es, 25 davon stehen für zwei Wochen ausdrücklich zum Ausprobieren in der Josefschule Lendringsen.

Wissen abgeschaut

Die Namen der einzelnen Stationen sind blumig: Solarmühle, Kugelrampe, Farbfilter, Sprachschlau und (besonders schön) Klopfophon heißen sie beispielsweise. Die meisten Namen wurden ganz pragmatisch gewählt.

Der siebenjährige Josefschüler Louis aus der Froschklasse hat das Klophofon ganz intuitiv und ohne langes Studieren einer Anleitung richtig bedient. Er trommelt mit dem dafür vorgesehenen Stab auf die Öffnungen der Rohre. Das macht Spaß und dabei hat Louis auch noch etwas gelernt. „Die Rohre sind verschieden lang und hören sich deswegen auch verschieden an, wenn man drauf haut“, erklärt Louis völlig richtig.

Währenddessen hat sich Eva das nötige Wissen besorgt, um die Kugelrampe richtig zu bedienen. Das Mädchen ist mit dem Hüingser Kindergarten zu Gast in der Josefschule, um sich an den innovativen Geräten auszuprobieren. Sie sieht einem Grundschüler kurz dabei zu, wie man mit der Kugelrampe umzugehen hat, um den gewünschten Effekt zu erzielen und wagt sich dann selbst dran. Die Fünfjährige zieht die beiden Holzstäbe auseinander, was die dicke Kugel, die darauf liegt in Bewegung versetzt. Zack! – im richtigen Moment drückt Eva die Stäbe zusammen und die Kugel rollt bis zum Anschlag. Dabei entsteht die Illusion, dass sie bergauf rollen würde. Einfache Physik.

Unterrichtsfreie Zeit

„Wir bieten das den Grundschulen an, um früh mit der MINT-Förderung anzufangen“, erklärt Sandra Finster vom Märkischen Arbeitgeberverband die Beweggründe, die Miniphänomenta in die Schulen zu bringen. „Man sollte früh damit ansetzen, damit die Kinder spielerische Erfahrungen sammeln können“, findet sie.

„Dadurch, dass die Kinder selbst etwas ausprobieren, lernen sie besonders schnell“, sagt Lehrerin Daniela von der Heyde, die das Projekt in der Lendringser Josefschule betreut und fügt hinzu: „Und dabei bemerken die Kinder nicht einmal, dass sie gerade lernen. Für die ist das wie unterrichtsfreie Zeit.“

 
 

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