Kindergarten in der beheizten Holzhütte

Thorsten Bottin

Menden.  Eine schlichte beheizbare Holzhütte als Domizil für Kindergartenkinder? Nein, kein Scherz, Menden wird solch eine Kita wohl bekommen. Die Politik befürwortet es nämlich grundsätzlich, dass die Stadt einen Waldkindergarten anbietet. Die Mädchen und Jungen in einem Waldkindergarten halten sich überwiegend in der freien Natur auf, sie benötigen aber für ganz schlechtes Wetter eben diese Holzhütte als Rückzugsort.

Interessierte Eltern und die GAL-Ratsfraktion hatten den Wunsch, dass die Stadtverwaltung die Einrichtung eines Waldkindergartens prüft. Als Ergänzung zum konventionellen Kita-Angebot in Menden werden die Pläne nun konkret. Die Stadtverwaltung befindet sich auf der Suche nach einem Träger für einen Waldkindergarten mit einer Gruppe für über dreijährige Kinder.

Zwei mögliche Standorte hat die Verwaltung bereits gefunden: Im Stadtforst am Limberg nahe des Naturschutzzentrums Arche Noah oder im Stadtforst an der Waldemei. In beiden Fällen müsste die beheizbare Hütte gebaut werden.

Der Kinder- und Jugendausschuss stimmte gestern einstimmig zu, dass die Verwaltung ihre Planungen fortsetzt. Dabei begrüßten es die Politiker, dass das Land für Waldkindergärten höhere Zuschüsse zahlt als bei normalen Kindertagesstätten.

Früher als einen Waldkindergarten bekommt Menden außerdem drei neue „normale“ Kita-Gruppen. Es gibt so viele Anmeldungen für die Kindertagesstätten, dass die Kita Vollmersbusch, die St.-Walburgis-Gemeinde und die Kita der Lebenshilfe je eine zusätzliche Gruppe einrichten sollen. Nach Angaben der Stadt wird aber nur an der Kita Vollmersbusch der benötigte Anbau rechtzeitig zum 1. August 2013 fertig. Für die beiden anderen Gruppen werden Übergangslösungen gesucht.