Ketzscher weist Esken-Kritik zurück

Menden..  Die Mendener Ratsfrau Ingrid Ketzscher hat den Vorwurf des Hemeraner Bürgermeisters Michael Esken zurückgewiesen, wonach die Verspätung des jetzt in Hemer begonnenen Radwegebaus auf der ehemaligen Bahntrasse entlang der B 7 vor allem auf ihr Engagement für die Revitalisierung des Gleises zurückgehe. „Es war der gesamte Kreistag, der den Zweckverband Ruhr-Lippe einstimmig mit der jetzt laufenden Potenzialanalyse für die Bahnstrecke beauftragte“, erinnerte die Grünen-Politikerin an die Anfänge.

Wahltermin „kein Zufall“

Dass Hemer dann „im Alleingang“ den Radweg verfolgt habe, sei damals auch in der Kreisstadt mit Unwillen aufgenommen worden. Hier habe Esken alleine dagestanden, nicht sie. Und wenn der CDU-Mann, der im Hemeraner Bürgermeister-Wahlkampf steht, kurz vor dem Wahlsonntag den Startschuss für den neuen Radweg gebe, dann sei auch das „wohl kaum ein Zufall“.

Zudem stimme Eskens Aussage, wonach Hemer keinen direkten Bahnanschluss nach Dortmund brauche, nicht mit den Aussagen der allermeisten Bürger überein, die der Oesetal-Bahnverein dazu befragt habe. Das starke Interesse vieler Bürger an einer Bahnlinie sei in 3000 Unterschriften dokumentiert, die binnen zwei Tagen gesammelt wurden, sagte Ketzscher.

Teurer Radweg nicht von Dauer?

Zudem werde jetzt für viel Geld ein Radweg gebaut, der im Zweifel nach einigen Jahren wieder abgerissen werden müsse, um der Bahn wieder Platz zu machen. „Dabei hätte der Bund ebensogut einen Radweg entlang der B 7 parallel zur Bahntrasse gefördert“, ist Ketzscher überzeugt. „Und der wäre geblieben.“

 
 

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