Ketzscher sieht Mehrheit für Bahn

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Menden/Hemer..  Die Mendener Grünen-Vorsitzende Ingrid Ketzscher sieht trotz der Äußerungen von Burkhard Bastisch weiter gute Chancen für eine Reaktivierung der Bahnstrecke Menden-Hemer.

Bastisch, der Geschäftsführer des für den heimischen Schienenverkehr zuständigen Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL) ist, hatte angekündigt, dass die Bahnstrecke nicht in den kurz vor der Verabschiedung stehenden Nahverkehrsplan kommen werde (die WP berichtete gestern) – damit wäre sie gestorben. Er hatte widersprüchliche Aussagen der angrenzenden Städte als Grund genannt. Zudem sei eine Strecke Hemer-Menden ohne durchgehende Verbindung nach Iserlohn „total unsinnig“.

Das kann so nicht stehen bleiben“, ärgert sich Ingrid Ketzscher, die sich mit ihren Mitstreitern aus dem Oesetalbahnverein schon lange für die Reaktivierung der Strecke zumindest bis nach Hemer ausspricht. Zum einen sei es schlicht und einfach falsch, dass die angrenzenden Städte widersprüchliche Meinungen hätten. Das gehe eindeutig aus den offiziellen Stellungnahmen vor: Sowohl Menden als auch Hemer und Iserlohn hätten sich unisono dafür ausgesprochen, die Strecke in den Nahverkehrsplan unter dem Kapitel „Untersuchung und Bewertung / weiterer Bedarf“ einzustellen. Die Strecke habe ein großes Potenzial.

Zudem müsse die Äußerung des ZRL-Geschäftsführers Bastisch als dessen Privatmeinung angesehen werden. Entscheidend sei nämlich nicht die Ansicht der Geschäftsführung, sondern der Verbandsversammlung. Und für die entscheidende Sitzung des ZRL-Gremiums am 14. Juli sieht Ketzscher sehr wohl eine gute Chance, um eine politische Mehrheit für die Strecke zu bekommen.

 

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