Keine Internet-Hotspots in Mendener Schulen

Kinder und Jugendliche könnten die Hotspots mit dem Smartphone nutzen.
Kinder und Jugendliche könnten die Hotspots mit dem Smartphone nutzen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Mendener Stadtverwaltung wehrt sich gegen die Installation von W-Lan-Hotspots in den neun weiterführenden Mendener Schulen. Die Folgekosten seien zu hoch und der Aufwand für die Sekretariate sei kaum zu verantworten. Und auch ein weiterer entscheidender Grund spreche gegen das freie Internet.

Menden..  Die Stadtverwaltung lehnt die Einrichtung von Funk-Internet in den Mendener Schulen ab. Die Unabhängige Soziale Fraktion (USF) hatte gefordert, die neun weiterführenden Schulen mit sogenanntem W-Lan auszurüsten. Die Stadtverwaltung hält die Einrichtung für zu teuer und zu aufwändig.

Bildungs-Fachbereichsleiter Dieter Michel rechnet in einem Papier für den heute stattfindenden Schulausschuss vor, dass alleine die Anschaffung für alle Schulen 14 000 Euro kosten soll. Die Folgekosten schätzt die Stadt auf 6800 Euro.

Problematisch ist laut Stadtverwaltung aber auch die regelmäßige Betreuung des Angebotes. Die Schulen sollen ihren Schülern nicht einfach ein Passwort in die Hand drücken, mit dem sich die Schüler in das Netzwerk einwählen könnten. Man gehe vielmehr davon aus, dass jedes einzelne Schülerhandy oder jeder tragbare Computer einzeln von den Sekretariaten freigeschaltet werden müsse. „Diesen Aufwand können die Schulen nicht leisten“, sagt Michel in der Stellungnahme. Keine der Schulen habe außerdem Interesse bekundet, die Netzwerke einzurichten. Gegen den Versuch spreche auch die Tatsache, dass „von neun weiterführenden Schulen sieben auf dem Schulgelände ein Handynutzungsverbot ausgesprochen haben“, sagt Michel.

Die USF hatte beantragt, dass die sogenannten Hotspots nur während der Pausenzeiten in Betrieb gehen sollten. USF-Ratsherr Stephan Rodde zeigt sich enttäuscht: „Das Internet ist längst bei Kindern angekommen.“ Mit den zentralen Hotspots gebe es die Möglichkeit, Inhalte vorzufiltern und möglicherweise Jugendgefährdendes auszublenden. Das sei kaum möglich, wenn die Jugendlichen selbst über ihre Smartphone-Tarife ins Internet gehen. Rodde vertraut auch der Kostenschätzung nicht ganz. Die Stadt wartet weitere Angebote ab.

 
 

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