Kein Ausgehverbot für Flüchtlinge in Wimbern

Das frühere Marienkrankenhaus Wimbern  wird als Asylbewerberunterkunft genutzt.
Das frühere Marienkrankenhaus Wimbern wird als Asylbewerberunterkunft genutzt.
Foto: WP

Menden/Wimbern..  Die Bezirksregierung stellt klar, dass die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Wimbern trotz diverser Krankheitsfälle das Gelände verlassen dürfen. Mit der „Sperrung“ der Unterkunft sei lediglich gemeint, dass die Unterkunft keine neuen Flüchtlinge zugewiesen bekommt und keine Personen aus der Unterkunft auf andere Kommunen verteilt werden. „Wir können den Menschen aber nicht verbieten, spazieren zu gehen“, erklärte der Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler.

Zuvor hatte sich eine WP-Leserin an die Redaktion gewandt und darauf hingewiesen, dass ihr „ein Strom von Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft entgegen“ gekommen sei. „Alle waren auf dem Weg Richtung Wickede.“ Angesichts der Nachricht von der Sperrung konnte sie diese Beobachtung nicht nachvollziehen.

Krankheitsfälle

Der Aufnahmestopp für die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Krankenhaus Wimbern gilt, nachdem dort Bewohner an Masern, Windpocken und Rota-Viren erkrankt waren. Insgesamt sind im Regierungsbezirk vier Flüchtlingsheime wegen solcher Fälle „gesperrt“.

Die Gemeinde Wickede bereitet sich derweil darauf vor, gegen die Nutzung des alten Hospitals als zentrale Unterkunft für Asylbeweber und Flüchtlinge zu klagen. Falls es nicht gelingt, dass die Belegung reduziert und die Nutzung befristet wird, könnte der Wickeder Rat in einer Sondersitzung am 13. November die Klage beschließen.

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